Pakete, die einem die Luft abschnüren
“Neue Aufzüge, Wetterschutzhäuschen und elektronische Informationssysteme: 52 Millionen Euro aus den Konjunkturprogrammen der Bundesregierung fließen in den kommenden beiden Jahren zusätzlich in die Modernisierung der Bahnhöfe in Norddeutschland. [...]
Bundesweit werden 300 Millionen Euro in 2.000 Bahnhöfe investiert. Insgesamt sind aus den Konjunkturpaketen der Bundesregierung rund 1,3 Milliarden Euro für die Modernisierung der Bahn-Infrastruktur vorgesehen. Für den Ausbau des Schienennetzes werden 520 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Weitere 200 Millionen Euro sollen für Arbeiten an bestehenden Strecken des Regionalverkehrs sowie die Stromversorgung verwendet werden. Außerdem fließen 100 Millionen Euro in Lärmschutzmaßnahmen und 200 Millionen Euro in das bestehende europäische Zugsicherungssystem.” (Quelle:ndr.de)
Spätestens dieser finanzpolitisch visionäre Wurf dürfte der Krise endgültig den Garaus machen!
Es ist natürlich sofort nachvollziehbar, wieso es sinnvoller ist, Geld in eine – zugegeben – marode Infrastruktur zu pumpen, als in Erwägung zu ziehen, es denjenigen zur Verfügung zu stellen, die am Existenzminimum entlangvegetieren. Diese “Florida-Rolfens” würden das Geld bestimmt direkt unterm Bett verstecken oder auf einer ihrer zahllosen Kreuzfahrten verjubeln und es so dem binnenwirtschaftlichen Kreislauf entziehen.
Um über dieses seltsame Verständnis von Solidarität (wenigstens) in Krisenzeiten, die volkswirtschaftliche Kurzsichtigkeit und allgemeine Hirnrissigkeit der geplanten und bereits realisierten Konjunkturprogramme den Kopf zu schütteln, muss man wahrlich kein ausgewiesener Experte sein.
Was die Jungs sich bisher haben einfallen lassen, findet ihr hier:
Konjunkturpaket 1
Konjunkturpaket 2
(Quelle:BMWi)
Ich hoffe euch geht es nicht wie mir und ihr findet nach dieser Gute-Nacht-Lektüre noch ein wenig Schlaf…


