Bachmannpreis 2009 – Philipp Weiss
Neben Twitter gibt es auch Blogs zu lesen z.B. bei:
reisenotizen aus der realität
Nun also weiter mit Philipp Weiss:
Ohhhhkay…. das ist ein nettes Portrait. (Und wesentlich valentin-esker als der letzte Text…, gell Herr Sulzer)
Publikum über Portrait erheitert; Frau Stadler blättert, kündigt den Text “Blätterliebe” an (und weist darauf hin, dass das Portrait vom Autor selbst gestaltet wurde, nicht dass wir denken, sie hätte das zu verantworten!);
Aha, ein Text über das Schreiben. Jetz schon? Aber besser als gedacht, der Anfang jedenfalls, finde ich zumindest; “allgemeine Undurchschaubarkeit”… man muss sehen… zu viele “umgekehrte Wiederholungen” (nenne ich jetzt mal so), die lustig sein sollen. Dinge die lustig sein sollen, machen mich nicht lachen, nicht wenn man es ihnen ansieht wenigstens;
Nun, jetzt wird es mir zuviel Simone. Leider doch nicht gut, hätte aber gut werden können, wenn wesentlich mehr Surreales drin gewesen wäre…. Ah ja, “ich saß nackt da und zitierte mich selbst”, ja, das könnte den Text ein bisschen beschreiben; schöner Satz, aber den kann man ruhig mitnehmen;
11.28 Uhr, Philipp Weiss endet; Frau Stadler ist noch sauer, dass im Portrait kein Text war;
Sulzer freut sich über Endoskopie und schwafelt dann; seltsame Vergleiche (Text ist “wie eine Katze, die sich in den Schwanz beißt oder wie ein Soufflé, das nicht zusammenfällt”… äh, was?) Anleihen an Thomas Bernhard;
Mangold: erkennt nervende Fingerfertigkeit des Autors und durchschaut schnell den Mechanismus, ja, doch, interessiert sich möglicherweise mehr für Kindergärtnerinnen; ich nicht; Karin Fleischanderl findet da Witziges, Originelles und Neuartiges, wiederholt sich; Sulzer wird der Schluß zu literarisch;
ich kann Frau Keller noch nicht wirklich einschätzen… was meint sie denn, wenn sie was sagt? Sieht im Text Anspielung auf den Bachmannpreis (33jähriger Oskar, der im Köpertheater – ORF-Theater Texte produziert…), spricht jetzt über Mediavistik…
Das schöne an Frau Stadler ist schon mal, dass sie wesentlich weniger wie ein Fremdkörper wirkt, als das Moor letztes Jahr getan hat; agiert mehr wie moderierendes Jury-Mitglied, denn als Moderatorin;
Jandl: fand Text anstrengend, weil er den Humor nicht teilt;
Noch mehr hin und her in der Jury, blabla
Spinnen: Quintessenz: Jemand isst den Text, weil er ihn an der Liebe hindert…;
— die Übertragung ist gestört… wie jedes Jahr, kommt aber schon wieder—-
dafür hat er den Schluss gut verstanden, weil Schreibakt vs. Liebesakt oder so; ordnet das Ganze jetzt in den Bereich der “Variation eines bekannten Themas” ein; kommen also nicht mehr von der musikalischen Vergleichswelt weg, na es ist auf so vieles Verlass; Text biete am Schluss eine “Abdominalgeburt” und liegt zwischen Mann und Frau… woran uns das erinnert?
Autor darf auch was sagen, möchte aber nicht die Diskussion kommentieren, sondern als notwendigen Bestandteil seines Textes seinen Text aufessen; gut, das wirkt wie eine langjährige Bachmanntradition; Für Frau Stadler ein dramatischer Exzess; “purer Aktionismus”; Textessen stößt bei Twitter auf geteilte Resonanz;
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Juni 27th, 2009 at 12:08
“Neben Twitter” iss gut. Ich z.B. kommentiere den Wettbewerb jetzt schon zum sechstenmal, und zwar live, ohne Netz und doppelten Boden, urteile also öffentlich, bevor die Juroren auch nur 1 Piep gesagt haben. Das Getwitter kann doch niemals die Gewitter in unseren Blogs ersetzen, oder?
meint grüßend Hella S. aus B.
Juni 27th, 2009 at 15:27
Hallo Hella! :)
Das “neben” bezog sich mehr drauf, dass ich es im ersten Beitrag noch nicht geschafft hatte, die Blogs zu verlinken.
Ich bin ja riesen Bachmannblog-Leser, und habe dieses Jahr zum ersten Mal auch nebenbei ein bisschen zu twitter gespitzt, während der ersten Lesung, als sonst noch nicht viel online war.
Ich stelle die Beiträge zwar mit leichter zeitlicher Verzögerung rein (hauptsächlich wegen meiner vielen Tippfehler), schreibe aber schon live mit. (Und bin bei meinem ersten Mal jetzt ziemlich ins Schleudern gekommen. ;) )