Bachmannpreis 2011 – Tag, der letzte
Ich verpasse Clarissas einführende Worte, das habe ich gut, wenn auch nicht absichtlich, gemacht.
Die Shortlist wird verkündet: Bußmann, Geltinger, Haderlap, Klupp, Popp, Rabinowich, Randt.
Fehlt mir da jemand, den ich gerne drauf gehabt hätte? Wahrscheinlich lieber Antonia Baum als Nina Bußmann…
Hat dich die Jury heute besonders hübsch gemacht? Bis auf Frau Keller, die trägt ökonomischerweise eine Bühnendeko der letzten Jahre auf.
Nach der ersten Abstimmung folgt eine zweite aus drei Kandidaten, dann eine Stichwahl zwischen Randt und Popp, aus der Popp als Gegner für Haderlap hervorgeht und schlussendlich ist Maja Haderlap die Gewinnerin des Bachmannpreises, juhu. Das Publikum wirkt sehr beteiligt, schon als Sulzer sein Votum von Randt auf Haderlap überträgt ist klar, dass sie gewinnt und es kommen Jubelrufe aus den Rängen. Meine Gewinnerin wäre sie nicht, aber überraschend kann man es nicht nennen.
Eine Gewinnerin für Strigl. Sie lobt ihre Autorin in der angenehm kurzen und unaufgeregten Laudatio. Maja Haderlap selbst ist erfreut und wirkt etwas überwältigt.
Es geht auch schon flugs weiter mit der Findung des Kelag-Preisträgers. Die vierfache Abstimmung wiederholt sich (oder waren es nur drei Wahlgänge?), an deren Ende Popp den Kelag-Preis gewinnt. Den quasi dritten Platz macht dann Nina Bußmann mit dem 3Sat-Preis.
Ach und: What’s with the striped shirts?!
Und noch ein vierter Preis wird verliehen. Dieses Mal zwischen Rabinowich und Randt und am Ende geht er an Randt, die Kamera kommt der Abstimmungsgeschwindigkeit er Jury kaum hinterher.
Und der Publikumspreis geht dann an Thomas Klupp. Nicht wahnsinnig überraschend, Text, Autor und Startnummer, äh, Lesungstermin, haben nichts anderes zugelassen. Ist auch okay, wenn ich auch etwas mit der guten Julya Rabinowitch fühle, die in jeder Abstimmung genannt wurde, aber am Ende leer ausgeht. (Nicht dass sie Chancen auf den Publikumspreis gehabt hätte, aber einer der anderen?)
Ich bin jedes Mal wieder überrascht, was für eine umständliche und unmediale Veranstaltung diese Wahl ist, aber auch schön, sowas noch im Fernsehen sehen zu dürfen.
Man hat irgendwie immer den Eindruck, dass die nicht-österreichischen Autoren etwas skeptisch bezüglich der österreichischen Würdenträger sind. Leicht verwirrt möchten sie die seltsamen, unberechenbaren Kreaturen aber nicht reizen und gehen freundlich lächelnd leicht auf Distanz.
Spinnen hält jetzt die gleiche Abschlussrede wie jedes Jahr (so hört es sich jedenfalls an, vielleicht war es auch nur die Eröffnungsrede in anderer Reihenfolge, man weiß es nicht).
Ach und vor dem Interview mit Maja Haderlap nennt Christoph Schröder den Jahrgang tatsächlich einen guten! Das ist doch mal was neues, dabei weiß man doch, dass Bachmannjahrgänge traditionell schwach sind!
Hach, Bachmann was ein Spaß! Ich war zwar viel zu müde dieses Jahr bei fast allen Lesungen, aber schön war’s doch. Bis zum nächsten Mal!
Posted in Literatur, Literaturcafé



Juli 13th, 2011 at 16:42
Wie heisst das Plugin an der Seite ? Das moechte ich auch!
Juli 14th, 2011 at 20:15
Welches meinst du?