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	<title>sehrHner. &#187; Philosophie</title>
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		<title>Zur&#252;ck zur Literatur!  Bioy Casares&#8217; Erfindungen</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 13:55:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spooked</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lest doch mal wieder ein Buch eines s&#252;damerikanischen Science-Fiction-Autors! Wie, noch nie eins gelesen? Nicht mal ein bisschen Borges? Dann ist es aber allerh&#246;chste Eisenbahn (zum Ursprung seltsamer Wendungen wie dieser beim n&#228;chsten Mal&#8230;), aber nicht Borges, sondern dessen literarischen Komplizen m&#246;chte ich Euch ans Herz legen: Adolfo Bioy Casares. Ich w&#228;re ja auch vermutlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lest doch mal wieder ein Buch eines s&#252;damerikanischen Science-Fiction-Autors!</p>
<p>Wie, noch nie eins gelesen? Nicht mal ein bisschen Borges? Dann ist es aber allerh&#246;chste Eisenbahn (zum Ursprung seltsamer Wendungen wie dieser beim n&#228;chsten Mal&#8230;), aber nicht Borges, sondern dessen literarischen Komplizen m&#246;chte ich Euch ans Herz legen: <strong>Adolfo Bioy Casares</strong>.<span id="more-1659"></span></p>
<p>Ich w&#228;re ja auch vermutlich im Leben nicht drauf gekommen, ein Buch von Bioy Casares zu lesen (nicht zuletzt, weil die &#220;bersetzungen seiner B&#252;cher bei uns nicht unbedingt leicht erh&#228;ltlich sind*), als sich aber &#8220;fantastische Literatur&#8221; als einziges Proseminar aus den Literaturwissenschaften dieses Semester interessant angeh&#246;rt hat, hatte ich quasi keine andere Wahl. Zum Gl&#252;ck.</p>
<p>Das erste, was ich nun also von Herrn Bioy Casares gelesen habe ist <em>La invención de Morel</em> (dt.: <em>Morels Erfindung</em>).</p>
<p>Zuerst war es zugegebenerma&#223;en nicht allzu leicht, in das Buch zu finden. Die erste H&#228;lfte zieht sich etwas, vieles bleibt r&#228;tselhaft und ungekl&#228;rt. Der Leser (wahrscheinlich aber nur der Leser, der, wie ich, vorher noch nie etwas von Casares gelesen hat) wei&#223; nicht genau woran er ist, tut sich schwer, viel Interesse f&#252;r die Geheimnisse der Insel aufzubringen und bef&#252;rchtet, dass der Rest des Buches wom&#246;glich auch so vage bleibt und insgesamt ein eher unbefriedigendes Leseerlebnis wird. Aber sogar w&#228;hrend des Lesens dieses ersten Teils habe ich, ohne es bewusst zu bemerken, bereits Theorien gesponnen, was auf der Insel passiert sein k&#246;nnte, welche Erkl&#228;rung es f&#252;r die seltsamen Geschehnisse und die Beobachtungen des Erz&#228;hlers geben k&#246;nnte.</p>
<p>Auch nachdem ich das ganze Buch gelesen habe, erscheinen die ersten Seiten etwas leer und langgezogen, vielleicht, weil dann im zweiten Teil soviel mehr enthalten ist (da kommen pl&#246;tzlich jede Menge Ideen und Gedanken, philosophische Fragen). Der erste, langsame, r&#228;tselhafte Teil hat in der Gesamtkomposition aber seine Berechtigung &#8211; und ich m&#246;chte jetzt, nachdem ich das ganze Buch kenne, auch diesen unspektakul&#228;ren Teil noch mal lesen und bin mir sicher, dass jetzt viel mehr drin stehen wird, als beim ersten Mal. Das ist es ja, warum ich so gerne Literatur studiere, ein wirklich guter Text &#8211; und inzwischen wei&#223; ich, dass Bioy Casares ein brillanter Schriftsteller ist &#8211; wird tiefer und tiefer, je &#246;fter (und tiefer) man ihn liest.</p>
<p>Die &#8220;Aufl&#246;sung&#8221;, das Geheimnis der Insel und der Vorg&#228;nge, ist es allein schon wert, das Buch zu lesen. Es ist ein atemberaubendes Science-Fiction-Konzept, das so intensive Verbindungen zur Literatur, Medien und Wissenschaften hat, dass es schwer sein sollte, es aus dem Kontext in dem es geschrieben wurde, zu l&#246;sen. Das Buch wurde 1940 ver&#246;ffentlicht und dennoch wirkt die Idee dahinter zeitlos oder vielleicht aktueller denn je (so mit Web2.0-5.2 und facebook-Ferngesteuertheit und so weiter).</p>
<p>Ich werde jetzt nat&#252;rlich nicht genauer auf das &#8220;Geheimnis&#8221; hinter dem Buch eingehen, um Euch, die ihr das Buch ja jetzt auch alle zum ersten Mal lesen werdet, die Spannung nicht zu versauen. Was ich aber sagen kann, ist, dass es nur eine von mehreren von Casares&#8217; Meditationen auf das ber&#252;chtigte Insel-Verr&#252;ckter-Wissenschaftler-Horror-Thema ist. Und, wie auch <em>Plan de evasión</em> treibt es das Thema weiter und f&#252;gt mehr und abstraktere Ebenen hinzu, als die Keimzelle des Genres, H.G.Wells&#8217; <em>The Island of Dr. Moreau</em>.</p>
<p>So, ich empfehle also in aller Dringlichkeit, dieses Buch zu lesen (und eben nicht nur der Science-Fiction zugetanen Lesern!), nat&#252;rlich braucht man eine gewisse Bereitschaft, das Unwahrscheinliche zu akzeptieren, um das Buch zu genie&#223;en, aber es ist ganz gro&#223;es literarisches Kino**</p>
<p>Es ist ein Buch, das den Leser weit &#252;ber die einfachen Worte auf seinen Seiten hinaus mitnimmt.</p>
<p>_______________________</p>
<p>*Wer will, kriegt sie aber zu erschwinglichen Preisen bei den einschl&#228;gigen Adressen on- oder offline. Und wer das Buch im spanischen Original lesen will, kann das auch, nach letzten Recherchen, online tun.</p>
<p>** Und Kino nicht ohne Grund. Der Kult-Film <em>Letztes Jahr in Marienbad</em> soll von <em>Morels Erfindung</em> inspiriert worden sein, <em>Inception</em> oder auch die Serie <em>Lost</em> berufen sich auf Bioy Casares als Einfluss.</p>
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		<title>Die Demokratie, das Goldene Kalb</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 20:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[westliche Demokratien]]></category>

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		<description><![CDATA[Da Demokratiekritik in Deutschland praktisch ein konversationelles No-go-Thema darstellt, m&#246;chte ich mir einleitend etwas R&#252;ckendeckung verschaffen: &#8220;De­mo­kra­tie ist, wenn zwei W&#246;lfe und ein Schaf &#252;ber die n&#228;chs­te Mahl­zeit ab­stim­men.&#8221; (Verfasser: leider unbekannt) &#8220;Die Begr&#252;ndung f&#252;r die Alternativlosigkeit der Demokratie kam nie &#252;ber die Bemerkung hinaus, dass Demokratie die schlechteste unter aller Staatsformen sei &#8211; abgesehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da Demokratiekritik in Deutschland praktisch ein konversationelles No-go-Thema darstellt, m&#246;chte ich mir einleitend etwas R&#252;ckendeckung verschaffen:</p>
<p><em><strong>&#8220;De­mo­kra­tie ist, wenn zwei W&#246;lfe und ein Schaf &#252;ber die n&#228;chs­te Mahl­zeit ab­stim­men.&#8221;</strong></em></p>
<p><em>(Verfasser: leider unbekannt)</em></p>
<p><em><strong>&#8220;Die Begr&#252;ndung f&#252;r die Alternativlosigkeit der Demokratie kam nie &#252;ber die Bemerkung hinaus, dass Demokratie die schlechteste unter aller Staatsformen sei &#8211; abgesehen von s&#228;mtlichen anderen. Trotz nachlassenden Interesses der B&#252;rger an der Politik wagte niemand den Gedanken, dass die Demokratie sich &#252;berlebt habe, dass die Politikverdrossenheit kein vor&#252;bergehendes Ph&#228;nomen, sondern ein Zeichen daf&#252;r sei, dass der Wille aufh&#246;rte, vom Volke auszugehen.&#8221;</strong></em></p>
<p>(<em>Quelle: &#8220;Alles auf dem Rasen:kein Roman&#8221;</em> von <a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9KdWxpX1plaA==" target=\"_blank\">Juli Zeh</a>)</p>
<p>Demokratie (&#8220;Volksherrschaft&#8221;) scheint heute als Begriff so sehr &#252;ber jeglichen Zweifel erhaben, wie ein edler Jahrgangstropfen, den man zu jedem Gericht reichen kann.</p>
<p>Nur dumm, dass einem auch die besten Weine manchmal sauer aufsto&#223;en. Mir zumindest.</p>
<p><span id="more-1055"></span></p>
<p>Was hat es nur mit diesem Herrschaftssystem auf sich, dass so viele es bereitwillig als der Weisheit letzten Schluss begreifen und es vor jedweder Kritik in Schutz nehmen. Aus berufspolitischer Perspektive ist das nachvollzieh-, wenn auch nicht verzeihbar, da die meisten Menschen sich nat&#252;rlich ungern selbst ihrer Einkommensgrundlage berauben. Dass diese Bewertung aber von so vielen Menschen vorbehaltlos geteilt wird, ist mir ein R&#228;tsel. Ist die Demokratie am Ende tats&#228;chlich die menschenfreundlichste unter den denkbaren politischen Ideologien?</p>
<p>Wie demokratisch ist z.B. die Demokratie in Deutschland?</p>
<p>Alle vier Jahre darf man seinen politischen &#220;berzeugungen im Rahmen der Bundestagswahl Ausdruck verleihen. Dabei geht es nat&#252;rlich nicht um politische Sachthemen, das hat auch der D&#252;mmste l&#228;ngst verstanden. Dem B&#252;rger, wie sehr er von politischer Seite auch immer umschmeichelt werden mag, wird die hierzu notwendige Kompetenz einhellig abgesprochen. Nicht zuletzt von einem Gros der betroffenen Bev&#246;lkerung selbst. Lediglich das Votum &#252;ber eine politische Interessenvertretung wird ihm zugestanden. Er darf sich also mit etwas Wahlgl&#252;ck wenigstens seinen politischen Vormund selbst aussuchen. Dieser darf selbstredend nicht fundamental systemkritisch oder marginal sein, was durch das <em>Wehrhaftigkeitsprinzip</em> und die 5 Prozent-Klausel gew&#228;hrleistet wird (eine Konzession an das <a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9WZXJoJUMzJUE0bHRuaXN3YWhscmVjaHQ=" target=\"_blank\">Verh&#228;ltniswahlrecht</a>). Aus der resultierenden &#8220;Wahlempfehlung&#8221; potentieller Interessenvertreter darf man dann anhand hypothetischer Aktionspl&#228;ne bzw. einfach nach Bauchgef&#252;hl einige Akteure ausw&#228;hlen. Um dieses Prozedere auch f&#252;r etwaige Laiendemokraten m&#246;glichst benutzerfreundlich zu halten, wurde hierzu bereits &#252;ber Listensysteme eine praktische Vorauswahl getroffen. Eine weitere Vereinfachung garantieren die obengenannten Mechanismen.</p>
<p>Ein paar Kreuzchen und schon sieht man sich seinen l&#228;stigen Verpflichtungen als Teilzeitdemokrat wieder entbunden. Steht das Wahlergebnis dann endg&#252;ltig fest, erf&#228;hrt man meist noch am selben Abend, ob man sich zur gl&#252;cklichen (Verh&#228;ltnis-) Mehrheit z&#228;hlen darf, die sich fortan im wohligen Gl&#252;cksgef&#252;hl entt&#228;uschter Erwartungen sonnen darf oder, ob man zur traurigen Minderheit geh&#246;rt, deren Interessen f&#252;r die n&#228;chsten Jahre legitimierterweise mit F&#252;&#223;en getreten werden d&#252;rfen.</p>
<p>Dieser charmante Gl&#252;cksspielcharakter demokratischer Entscheidungsfindung ist es wohl auch, der Leute wie mich dazu bewegt, Abstimmungsplugins in ihr Blog zu integrieren oder nach wie vor zur Wahl zu gehen. Man wei&#223; nie, was herauskommt. (Vorausgesetzt man verdirbt sich den Spa&#223; nicht durch eine Wahlmanipulation; das w&#228;re Spielverderberei!)</p>
<p>Als Ergebnis bestimmen dann also wenige Vertreter einer mitunter unvorhersehbaren Konstellation auf Grundlage einer rechnerischen Mehrheit f&#252;r eine festgelegte Zeit &#252;ber das Wohl und Weh aller B&#252;rger. Bei n&#228;herer Betrachtung dr&#228;ngt sich einem da f&#246;rmlich der Eindruck von Etikettenschwindel auf. Das riecht doch eher nach einer zeitlich befristeten <a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9PbGlnYXJjaGll" target=\"_blank\">Oligokratie</a> als nach Demokratie. Hier muss ich aber leider zugeben, dass diese meine Einsch&#228;tzung wohl auf einem Demokratieverst&#228;ndnis beruht, dem es am n&#246;tigen Pragmatismus mangelt.</p>
<p>Offenkundlich ist also, dass weder das Volk politische Sachentscheidungen trifft noch, dass sich auf irgendeiner Ebene &#252;berhaupt auf das Volk in seiner G&#228;nze berufen werden kann, da es sich ja um eine wie auch immer geartete Mehrheit handelt, die keine andere Aufgabe erf&#252;llen soll, als politische Vertreter zu legitimieren.</p>
<p>Der eine oder andere mag jetzt nat&#252;rlich &#8211; berechtigterweise &#8211; einwenden, dass es andere Formen der Demokratie gibt, als die in Deutschland praktizierte und, dass auch hierzulande neben dem beschriebenen Abstimmungsverfahren auch andere Formen Anwendung finden (darunter z.B. auch Volksentscheide). Was aber allen Demokratiespielarten von Parteiendemokratien &#252;ber repr&#228;sentative Formen bis hin zu Basisdemokratien als Konzept zugrunde liegt, ist, dass eine Mehrheit einer Minderheit ihren politischen Willen aufzwingt.</p>
<p>Eine &#8220;wehrhafte/streitbare&#8221; Demokratie, wie wir sie u.a. in Deutschland haben, ist dann widerspr&#252;chlich, wenn unter der &#8220;Herrschaft des Volkes&#8221; die uneingeschr&#228;nkte politische Wahlfreiheit und Verbindlichkeit des Wahlergebnisses verstanden wird. Wenn ein System, dass sich dadurch auszeichnen soll, dass es die freie politische Meinungs&#228;u&#223;erung erm&#246;glicht, dem W&#228;hler die Option der Abschaffung genau dieses Systems verwehrt, ist es nicht voll funktionst&#252;chtig. Wer also sagt ein utopischer Entwurf wie z.B. der Anarchismus k&#246;nne nicht funktionieren, vergisst dabei, dass eine solche Ideologie keine Kategorie zur Verf&#252;gung stellt, anhand derer sich ein solches Urteil legitimieren lie&#223;e. Wohingegen eine solche Kategorie in der Demokratie fest verankert ist. Gew&#228;hlt werden kann nur da, wo etwas zur Wahl steht! Jede vorenthaltene Option mindert den demokratischen Wert des Ergebnisses. Wie sonst ist es zu erkl&#228;ren, dass sich in satten Demokratien, wie der unseren, dar&#252;ber echauffiert wird, wenn in einem Land Wahlen abgehalten werden, aber nur eine Partei zur Wahl steht? Das ist dann pl&#246;tzlich undemokratisch. Aber wieso? Man hat ja die Wahl zwischen &#8220;Ja&#8221; und &#8220;Nein&#8221;. Es handelt sich in solchen F&#228;llen nur um einen quantitativen keinen qualitativen Unterschied zum System, wie es in westlichen Demokratien &#252;blich ist. Das sollte man sich dabei immer vergegenw&#228;rtigen.</p>
<p>Damit ich jetzt nicht als absoluter Miesepeter dastehe, m&#246;chte ich noch folgendes anmerken:<br />
Die Demokratie hat durchaus ihre Vorz&#252;ge, vor allem gegen&#252;ber repressiveren Systemen. Sie ist aber nicht der Stein der Weisen. Es sind durchaus freiheitlichere und w&#252;rdevollere Formen der Entscheidungsfindung und des Zusammenlebens denkbar. Aber nur, wenn demokratische Strukturen als &#220;bergangsstadium, nicht als Endpunkt begriffen werden.</p>
<p><strong>*Nachtrag</strong>*</p>
<p>Gerade habe ich einen Beitrag zu diesem Thema gefunden, der nicht nur mit demselben Zitat einleitet sondern dar&#252;ber hinaus noch viel Erg&#228;nzendes beinhaltet. Absolut lesens- und sehenswert!</p>
<p><a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy52b2x1bnRhcmlzdC5kZS9kZW1va3JhdGllLw==" target=\"_blank\">voluntarist.de</a></p></p>
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		<title>FSM (no, it&#8217;s not a disease)</title>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2009 14:06:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spooked</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So, jetzt ist es soweit. Ich habe dar&#252;ber schon eine ganze Zeitlang nachgedacht, jetzt aber, nachdem die UN tats&#228;chlich diese absurde Resolution gegen Blasphemie ratifiziert haben, musste ich etwas tun. Ich z&#228;hle mich nun zu den Verehrern des FSM (da: Church of the Flying Spaghetti Monster oder eben, was Wiki sagt). Call me a Pastafarian! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, jetzt ist es soweit.<br />
Ich habe dar&#252;ber schon eine ganze Zeitlang nachgedacht, jetzt aber, nachdem die UN tats&#228;chlich diese absurde <a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2FwLm9oY2hyLm9yZy9kb2N1bWVudHMvRS9IUkMvcmVzb2x1dGlvbnMvQV9IUkNfUkVTXzdfMTkucGRm">Resolution gegen Blasphemie</a> ratifiziert haben, musste ich etwas tun.<br />
Ich z&#228;hle mich nun zu den Verehrern des FSM (da: <a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy52ZW5nYW56YS5vcmc=">Church of the Flying Spaghetti Monster</a> oder eben, was Wiki sagt). Call me a Pastafarian!<br />
<a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy52ZW5nYW56YS5vcmc="><img src="http://www.venganza.org/images/fsmrof.png" /></a><br />
<span id="more-922"></span><br />
Eine meiner ersten Kulthandlungen wird wohl sein, endlich zu lernen, wie man Spaghetti richtig schreibt (ich glaube, ich mache es tats&#228;chlich meistens richtig, aber ich zweifle immer an mir &#8211; und das kann ja f&#252;r&#8217;n echten Piraten nix sein!).</p>
<p>Nat&#252;rlich, so eine Entscheidung m&#246;chte man ja nicht &#252;berst&#252;rzen, habe ich mich vorher informiert und umgesehen, und es stand auch ein &#220;bertreten zum Glauben an das  <a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2VuLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9JbnZpc2libGVfUGlua19Vbmljb3Ju">Invisible Pink Unicorn</a>  (auch eine nette Abk&#252;rzung: IPU) zu Debatte, ich habe mir &#252;berlegt vielleicht meine eigene <a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9SdXNzZWxsc19UZWVrYW5uZQ==">Russells Teekanne</a> zu erfinden, oder einfach der Sch&#246;pfer einer <a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2VuLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9Eb3VnbGFzX0FkYW1zI1NlbnRpZW50X3B1ZGRsZQ==">Pf&#252;tze mit Bewu&#223;tsein</a> zu werden (das, wer wei&#223;, mache ich vielleicht ja irgendwann sp&#228;ter noch, so eine &#8220;sentient puddle&#8221; &#252;bt irgendwie einen ganz gro&#223;en Reiz auf mich aus, leider hat <a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5iaW90YS5vcmcvcGVvcGxlL2RvdWdsYXNhZGFtcy9pbmRleC5odG1s">Douglas Adams</a> nicht erkl&#228;rt, ob und wie man die Pf&#252;tze dazu kriegt, ein Bewu&#223;tsein zu erlangen&#8230; Ach, ich kriege gar nicht genug von ihm, hier kommt das gleiche auch noch zum anh&#246;ren:<br />
<a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS93YXRjaD92PWhEQ19OY2loaVY4">zum H&#246;ren</a>   und dieses Bild erst!).</p>
<p>Alles in allem, kam ich jedenfalls zu dem Schlu&#223;, dass f&#252;r jetzt und f&#252;r mich das Fliegende Spaghetti Monster das Monster der Wahl ist. Ich m&#246;chte ja nicht, dass jemand auf meinen religi&#246;sen Gef&#252;hlen rumtrampelt &#8211; und dazu brauche ich erst mal welche.</p>
<p><a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy52ZW5nYW56YS5vcmc="><img src="http://www.venganza.org/images/fsmbanner1.jpg" /></a></p>
<p>Als niegelnagelneuer FSM-Anbeter, wurde ich auch gleich nach meinem Beitritt zur CotFSM mit einer Sichtung gesegnet, nicht das FSM pers&#246;nlich (wie man auf <a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy52ZW5nYW56YS5vcmcv">www.venganza.org</a> verfolgen kann, au&#223;erdem gibt es da noch ganz andere tolle Graphiken sowie Diagramme zu den Piraten und der Klimaerw&#228;rmung), aber immerhin eines Denkmals, das ganz offensichtlich ihm zu Ehren errichtet wurde, durfte ich ansichtig werden:<br />
<a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy5mbGlja3IuY29tL3Bob3Rvcy8zNjIwMTgwNEBOMDcvMzQxNTE0NjA2Ni8=" title=\"GC2009-FSM von journey's photos bei Flickr\"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3399/3415146066_fa4bf2b3b7_s.jpg" width="75" height="75" alt="GC2009-FSM" /></a><br />
(Das muss ich noch bei der Church einreichen&#8230;)</p>
<p>So. Und ich denke, was ich sonst noch so sagen m&#246;chte, hat <a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3JpY2hhcmRkYXdraW5zLm5ldC8=">Hr. Dawkins</a> (der es ja ansonsten gerne auch mal &#252;bertreibt) schon f&#252;r mich gemacht:<br />
<i>&#8220;The reason organized religion merits outright hostility is that, unlike belief in Russell&#8217;s teapot, religion is powerful, influential, tax-exempt and systematically passed on to children too young to defend themselves. Children are not compelled to spend their formative years memorizing loony books about teapots. Government-subsidized schools don&#8217;t exclude children whose parents prefer the wrong shape of teapot. Teapot-believers don&#8217;t stone teapot-unbelievers, teapot-apostates, teapot-heretics and teapot-blasphemers to death. Mothers don&#8217;t warn their sons off marrying teapot-shiksas whose parents believe in three teapots rather than one. People who put the milk in first don&#8217;t kneecap those who put the tea in first.&#8221;</i><br />
- Richard Dawkins. A Devil&#8217;s Chaplain. Houghton Mifflin.</p>
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		<title>Zwangsl&#228;ufigkeit</title>
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		<pubDate>Fri, 01 May 2009 01:39:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele Menschen, darunter auch solche, die ich zu meinem engeren Bekanntenkreis z&#228;hle, haben mit den Jahren deutlich an charakterlicher Kontur verloren. Es mag sein, dass der Schein hier tr&#252;gt, nichtsdestotrotz ist das der Eindruck, den ich von ihnen gewinne...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8220;Genaugenommen bringt sich die &#252;berw&#228;ltigende Mehrheit der Menschen lange vor ihrer Zeit selber um: Voller Leben als Kind, verblassen sie als Erwachsene, flackern in der Liebe noch einmal auf, sterben aber innerlich schon vor ihrem drei&#223;igsten Jahr und verschwinden in der Masse der armen Schatten, die gereizt und ruhelos &#252;ber das Angesicht der Erde kriechen.&#8221;</em></strong></p>
<p> (<em>Quelle:</em><a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9QYXRyaWNrX08lMjdCcmlhbg==">Patrick O&#8217; Brian</a> <em>&#8220;Duell vor Sumatra&#8221;, Erstausgabe 1973</em>)</p>
<p>Diese Passage geht mir schon seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf. Vielleicht, weil sie ein Ph&#228;nomen beleuchtet, das mir schmerzlich vertraut ist.</p>
<p><span id="more-768"></span></p>
<p>Viele Menschen, darunter auch solche, die ich zu meinem engeren Bekanntenkreis z&#228;hle, haben mit den Jahren deutlich an charakterlicher Kontur verloren. Es mag sein, dass der Schein hier tr&#252;gt, nichtsdestotrotz ist das der Eindruck, den ich von ihnen gewinne.</p>
<p>Einstmals k&#252;hne Ideen sind bei ihnen einem zunehmenden Pragmatismus gewichen, der sich h&#228;ufig in austauschbaren Allgemeinauffassungen verliert. Auch mir muss ich bedauerlicherweise diese Erm&#252;dung der Leidenschaften attestieren.</p>
<p>Einige der Betroffenen erlagen im Laufe der Jahre den Verf&#252;hrungen eines behaglichen Phlegmatismus, andere klammern sich bis heute krampfhaft an einen jugendlichen Entwurf ihrer selbst und erwecken so, zumindest beim wohlmeinenden Beobachter, oftmals den Eindruck, sie h&#228;tten sich den jugendlichen Tatendrang und Lebenshunger &#252;ber die Jahre erhalten. Dabei liegt dem meist nur ein ausgepr&#228;gter Konservativismus oder Narzissmus zugrunde.</p>
<p>In der Zwischenzeit bin ich soweit, dass ich mich zu den Letzteren z&#228;hlen w&#252;rde. Radikale Ideen vertrete ich in vielen F&#228;llen nur noch aus Gewohnheit und Selbstgef&#228;lligkeit, nicht, weil ich ihnen noch ein besonderes Ma&#223; an Strahlkraft beimessen w&#252;rde. Aber v&#246;llig losgelassen habe ich noch nicht. Es gibt n&#228;mlich kaum etwas, was mir mehr Angst macht als das Abdriften in ausgewaschene Ideologie- und Visionslosigkeit. Was dann bliebe, w&#228;ren lediglich Ideen; Fragmente eines Weltbildes, die nur zur situativen Probleml&#246;sung taugen. Dar&#252;ber hinaus aber erm&#246;glicht eine blo&#223;e Idee keine umfassenden Lebensentw&#252;rfe oder Zielvorstellungen, die durch ihren utopischen Charakter eine stetige Entwicklung fordern und dem Leben Wert und Dynamik verleihen.</p>
<p>Eine weitere Beobachtung scheint mit diesen Ausf&#252;hrungen auf den ersten Blick unvereinbar.</p>
<p>Je &#228;lter der Mensch wird, desto idiosynkratischer also eigenwilliger stellt sich seine Lebenswelt dar. Jede Erfahrung, die er macht, formt ihn und beraubt ihn gleichzeitig seiner Optionen, da nur jeweils eine der unz&#228;hligen, vorstellbaren Entwicklungen durch sie katalysiert wird. Und diese wiederum bedingt die Reaktion und den Wirkungsradius folgender Erfahrungen. Sie determiniert deren Einfluss also im Verein mit all den anderen Erfahrungen, die der Mensch bereits gesammelt hat.</p>
<p>Es scheint also, als k&#246;nnte man daraus den Schluss ziehen, dass der Mensch mit zunehmendem Alter an Charakter gewinnt. Diesen Prozess, wie allgemein &#252;blich, als Reifen zu bezeichnen, hat einiges f&#252;r sich. So wie einen K&#228;se Pilzsporen befallen, die ihn nach und nach zerfressen, w&#228;hrend er reift, sammeln sich im Menschen eine Unzahl an Erfahrungen an, die ihn schlussendlich aber bis zur Unkenntlichkeit verzerren, weil sie aus einer unendlichen Menge an M&#246;glichkeiten, die ein junges Leben birgt, im Laufe der Jahre eine stetig wachsende Zahl eliminieren.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund erschlie&#223;en sich auch philosophisch-religi&#246;se Ans&#228;tze, wie man sie u.a. in den Upanishaden und auch in manchen Lehren des Buddhismus findet. Eremitisches Leben und Enthaltung zur Konservierung des omnipotenten Ichs, das viele auch &#8211; und das meiner Meinung nach v&#246;llig zu Unrecht &#8211; als &#8220;Nichts&#8221; bezeichnen. Es ist vielmehr die hypothetische Summe aller M&#246;glichkeiten.</p>
<p><em>(Vielleicht w&#228;re es an dieser Stelle angebracht, darauf hinzuweisen, dass ich diese beiden Lehren v&#246;llig willk&#252;rlich herausgegriffen habe.)</em></p>
<p>Um auf den Punkt zu kommen (<em>Endlich, wird sich wahrscheinlich so mancher w&#252;nschen.</em>):</p>
<p>Diese Zwangsl&#228;ufigkeit, wenn sie denn nicht nur meinem fehlbaren Geist entspringen sollte, ist mehr als bedauerlich. Und ich bin guter Dinge (mit dem Rest meines jugendlichen Optimismus), dass sich das irgendwie noch bremsen, wenn nicht sogar aufhalten l&#228;sst. Ich hab&#8217; nur noch nicht die leiseste Ahnung wie.</p>
<p>Ich bin f&#252;r jede Anregung dankbar und m&#246;chte an dieser Stelle gleich auch noch vorausschicken, dass ich mit zunehmendem Alter auch nicht mehr so kritikf&#228;hig bin. Sollte ich also zu sehr gelangweilt haben, bitte ich um Nachsicht.</p>
<p>Beim n&#228;chsten Mal gibt es auch wieder leichtere, weniger egozentrische Kost. Versprochen! ;)</p></p>
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		<title>Adopt A Language</title>
		<link>http://sehrhner.de/2009/04/adopt-a-language/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 23:34:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spooked</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nebensächlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[aussterben]]></category>
		<category><![CDATA[Schnapsidee]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Umgang mit zu vielen lingo- und logophilen Sprachaffinnen* oder auch sich beruflich mit Sprachen auseinandersetzenden Leuten, die sich zudem meiner Tendenz zu Albernheiten nicht verschlie&#223;en, kann zu ganz erstaunlichen Ideen f&#252;hren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p>Der Umgang mit zu vielen lingo- und logophilen Sprachaffinnen* oder auch sich beruflich mit Sprachen auseinandersetzenden Leuten, die sich zudem meiner Tendenz zu Albernheiten nicht verschlie&#223;en, kann zu ganz erstaunlichen Ideen f&#252;hren.</p>
<p>Die neuste ist nun also das (grade mal 2 Stunden alte und bisher fiktive, aber das muss ja nun wirklich nicht so bleiben) Projekt &#8220;Adopt a Language&#8221;.<br />
Ich habe schon wieder vergessen, wie genau wir drauf gekommen sind, aber es hatte irgendwie damit zu tun, dass, auch wenn die Welt nicht untergeht, blo&#223;, weil man macht, was man will, doch dauernd Sprachen aussterben. (Das mag jetzt nicht sofort nachvollziehbar sein, aber als die Idee entstand, war sie die logische Konsequenz aus dem Vorhergegangenen. Es traten au&#223;erdem die Schweinegrippe &#8211; nat&#252;rlich! &#8211; und Insekten auf&#8230;)<br />
So, nun also zu dieser wundervollen Idee.<span id="more-726"></span></p>
<p><strong>Adopt a Language</strong><br />
Wie gesagt, ist es doch wirklich schade, dass all diese kleinen h&#252;bschen Sprachen, die wir alle auf der Erde haben &#8211; oder hatten &#8211; einfach aussterben, nur weil mal kurz keiner hinschaut.<br />
Wie w&#228;re es also, wenn sich der ein oder andere Sprachliebhaber (damit wir das auch noch haben) einer bestimmten kleinen Sprache pers&#246;nlich ann&#228;hme (ehrenamtlich versteht sich, zumindest bis wir das Fundraising perfektioniert haben).<br />
Die restlichen Sprecher bel&#228;stigen (ich sehe aufregende Studienreisen nach Asien, Afrika, in Richtung Polargebiet und auf diverse winzige Inseln vor meinem inneren Auge&#8230; &#8220;Hello, my name is Spooked. I&#8217;ve come to adopt your language &#8211; GIVE IT TO ME!&#8221;), die Sprache eben adoptieren, als ob es die eigene w&#228;re, aber auch weitere Sprachsch&#252;ler auftun und instruieren, die Sprache dokumentieren und dann nat&#252;rlich auch EU-,UNESCO-, etc.-F&#246;rdermittel einstreichen (es gibt ja wohl keine bessere kulturelle Minderheit, die dringend gef&#246;rdert werden muss, als den letzten einsamen Sprecher einer fast ausgestorbenen Srpache!)&#8230;<br />
&#8230;die M&#246;glichkeiten sind schier unendlich&#8230;</p>
<p>So, irgendwie fehlt diesem Beitrag ganz auffallend die oben erw&#228;hnte Albernheit, aus der (unter anderem, zugegeben) der ganze Gedanke entsprungen ist&#8230;</p>
<p>Vielleicht sollte ich pers&#246;nlich meine Neigung zur Ann&#228;herung an Sprachen jetzt doch erst mal praktisch unter Beweis stellen und mich mal ein bisschen auf meine aktuelle Sprache konzentrieren, deren Kenntniss bei mir momentan leider bestenfalls als besch&#228;mend einzustufen ist (immerhin, apropos &#8220;einstufen&#8221;, wurde ich heute als TOEIC-Testleiterin autorisiert &#8211; wenigstens eine, zumindest peripher, sprachbezogene Tat am Tag).</p>
<p>* Erl&#228;uterungen zum sch&#246;pferischen Prozess, der sich hinter diesem wortsch&#246;pferisch-orthographisch wenig sinnstiftenden Beitrag verbirgt, w&#252;rden den Rahmen sprengen.</p>
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