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	<title>sehrHner. &#187; Zwischennetzliches</title>
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		<title>Feature: Defoos</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 15:33:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn das nicht genial ist, dann wei&#223; ich auch nicht&#8230; Sowohl der Track als auch das Video sind dem Geist dieses kleinen Sch&#246;pfers entsprungen: defoos.de Ger&#252;chten zufolge, soll da demn&#228;chst noch mehr kommen. Lohnt sich also, das weiter im Auge zu behalten!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn das nicht genial ist, dann wei&#223; ich auch nicht&#8230;</p>
<p><i>(Um den Artikel inklusive integrierter Medien betrachten zu können, besuch uns bitte auf <a href="http://sehrhner.de">sehrHner.de</a>)</i></p>
<p>Sowohl der Track als auch das Video sind dem Geist dieses kleinen Sch&#246;pfers entsprungen: <a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlZm9vcy5kZQ==" target=\"_blank\">defoos.de</a></p>
<p>Ger&#252;chten zufolge, soll da demn&#228;chst noch mehr kommen. Lohnt sich also, das weiter im Auge zu behalten!</p>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Zuende</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 12:31:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spooked</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So, das war es dann also wirklich. Und, f&#252;r mich jetzt nicht wirklich &#252;berraschend (aber trotzdem bin ich nicht zufrieden damit) ist Jens Petersen der diesj&#228;hrige Gewinner des Bachmannpreises. S&#252;&#223; war dann die Preisverleihung, das machte den Eindruck, als ob die beiden wichtigen Herren einen Konfirmanden in die Welt entlassen&#8230; Der Publikumspreis ging, auch wenig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, das war es dann also wirklich.</p>
<p>Und, f&#252;r mich jetzt nicht wirklich &#252;berraschend (aber trotzdem bin ich nicht zufrieden damit) ist Jens Petersen der diesj&#228;hrige Gewinner des Bachmannpreises. S&#252;&#223; war dann die Preisverleihung, das machte den Eindruck, als ob die beiden wichtigen Herren einen Konfirmanden in die Welt entlassen&#8230;</p>
<p>Der Publikumspreis ging, auch wenig &#252;berraschend, an Krampitz&#8217; DDR-Aufarbeitung, sicher zu gro&#223;em Teil dem einzig lebendigen Vortrag geschuldet;</p>
<p>Dann sollte nicht vergessen werden, dass der <a title=\"http://riesenmaschine.de/index.html?nr=20090628073405\" href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3JpZXNlbm1hc2NoaW5lLmRlL2luZGV4Lmh0bWw/bnI9MjAwOTA2MjgwNzM0MDU=" target=\"_blank\">Automatische Literaturkritik Preis</a> an Karl-Gustav Ruch ging, der mit einem wahnsinnigen Ergebnis von 2 Punkten einfach das Wettrennen um die Minuspunkte verloren hat.</p>
<p>Zum Abschied durften wir dann heute noch mal einer sch&#246;nen, laienhaften  Inszenierung beiwohnen, die diesen Bachmanncharme ausmachen, alle laufen durchs Bild, keiner wei&#223; so recht, wo er zu stehen hat, wann er aufstehen soll etc.</p>
<p>Frau Stadler allerdings h&#228;tte sich doch wirklich ein klein wenig vorbereiten k&#246;nnen, sich kurz &#252;ber den zugegebenerma&#223;en v&#246;llig seltsamen Wahlvorgang informieren k&#246;nnen; so wie es war h&#228;tte ich es angenehmer gefunden, wenn gleich der Herr Justiziar die Moderation &#252;bernommen h&#228;tte, der wu&#223;te wenigstens, wo&#8217;s langgeht. In ihrer selbstgestalteten Grenzrolle zwischen Moderation und Jurymitgliedschaft, die ich schon die ganzen drei Tage suspekt fand, hat sie sich am Ende, als sie sagte, sie gratuliere &#8220;auch im Namen der <em>restlichen</em> Jury&#8221;, dann doch noch klar in den Juroren-Bereich eingeordnet- na bravo!</p>
<p>Da tut sich auch die Frage auf, wie Herr Spinnen so ein Clarissa-Fan sein kann&#8230; erst lobte er ihren &#8220;Charme&#8221; schon bei seiner abschlie&#223;enden Ansprache und dann noch mal im Nachgespr&#228;ch bei Eva Wannenmacher, ist mir ein R&#228;tsel; da sagt er, was &#8220;Moderation&#8221; sein soll und merkt nicht, dass sie seine Kriterien nicht ansatzweise erf&#252;llt hat; sonst war ich aber mit seinen Schlussworten recht zufrieden, wenn er auch den diesj&#228;hrigen Wettbewerb etwas sch&#246;ngeredet hat, aber was soll er auch tun&#8230;</p>
<p>So, schade, dass f&#252;r Sch&#228;fer kein Preis drin war, das ist fast der einzige, von dem ich mir wirklich vorstellen kann, noch mehr lesen zu wollen; aber auch B&#246;nt und vielleicht Ruch werde ich zumindest nicht vergessen.</p>
<p>Was ich auch noch machen werde, ist mir die Er&#246;ffnungsrede von Joseph Winkler noch mal vorzunehmen; die wurde von allen Seiten so gelobt, dass ich mir ernsthaft die Frage stelle, wie ich das so grob verpassen konnte; vielleicht war ich am Mittwoch abend einfach noch nicht auf Textrezeption eingestellt&#8230;</p>
<p>Irgendwo zwischen Erleichterung und Entt&#228;uschung, dass es vorbei ist, darf ich mich jetzt noch f&#252;rs Mitlesen bedanken und freue mich auch schon wieder auf die TTDL2010; mit meinem &#8220;Coverage&#8221; hier bin ich nicht so ganz zufrieden, es g&#228;be noch viel mehr zu sagen (oder weniger) und vor allem ist es wirklich unm&#246;glich, die Texte live zu beurteilen, aber probieren kann man es ja trotzdem mal&#8230; ;)</p>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Gesammeltes</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 23:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spooked</dc:creator>
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		<description><![CDATA[  So, noch ein paar zusammenfassende Abschlussgedanken: Insgesamt bin ich von den Texten ziemlich entt&#228;uscht, da war wenig f&#252;r mich Gutes, Interessantes, Spannendes oder neugierig Machendes dabei, auch nix Aufregendes, Neues, Ausgefallenes oder Mutiges; ich h&#228;tte mir gew&#252;nscht, da w&#228;re auch wenigstens ein Text drunter gewesen, der wirklich was gemacht h&#228;tte, sich was getraut (und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p>So, noch ein paar zusammenfassende Abschlussgedanken:</p>
<p>Insgesamt bin ich von den Texten ziemlich entt&#228;uscht, da war wenig f&#252;r mich Gutes, Interessantes, Spannendes oder neugierig Machendes dabei, auch nix Aufregendes, Neues, Ausgefallenes oder Mutiges; ich h&#228;tte mir gew&#252;nscht, da w&#228;re auch wenigstens ein Text drunter gewesen, der wirklich was <em>gemacht</em> h&#228;tte, sich was getraut (und zwar anders als Frau Winklers Text) h&#228;tte; sehr flaches Niveau alles zusammen;</p>
<p>Dann die Jury, es war nat&#252;rlich spannend, die neue Jury erst mal kennen und vielleicht einsch&#228;tzen zu lernen; alle alten Gesichter weg, viel Unberechenbares grade am ersten Tag; nach deutlichen Anlaufschwierigkeiten kamen sie dann aber recht schnell in Fahrt, und auch wenn ich schon mitreissendere Auseinandersetzungen gesehen habe, h&#228;tte es schlimmer kommen k&#246;nnen;</p>
<p><span id="more-1496"></span></p>
<p>Von Herrn <strong>Jandl</strong> hatte ich mir viel mehr versprochen, als kam; kaum dass er &#252;berhaupt mal was gesagt hat, und dann nichts von Bedeutung; Frau <strong>Keller</strong> war alleine schon wegen ihres Tonfalls eine Bereicherung, jedes Mal, wenn sie was gesagt hat, musste ich ihr fasziniert zuh&#246;ren (nicht zustimmen meistens), bin immer noch verwirrt; <strong>Ijoma Mangold</strong> war nicht unbedingt in Hochform fand ich, aber hin und wieder kam was Gutes, was mich auch eher &#252;berrascht hat; Frau <strong>Fe&#223;mann</strong> kann ich auch jetzt noch nicht einsch&#228;tzen, aber sie war auf jeden Fall ein Gewinn f&#252;r die Runde, weil sie sch&#246;n auf ihren Punkten beharrt hat, wenn sie einen hatte und so ein wenig f&#252;r Konfrontation gesorgt hat; genauso wie Frau <strong>Fleischanderl</strong>, die ein wenig die Striegelsche Eingeschnappten-Linie weitergef&#252;hrt hat, gegen Ende fand ich sie dann aber auch nicht mehr nur anstrengend, sondern nicht mehr wirklich bereichernd f&#252;r die Runde; <strong>Burkhard Spinnen</strong> blieb sich treu, oder hat seine Spinnensichkeit, die einem bisweilen auf die Nerven gehen kann, noch ein wenig gesteigert, es ist sch&#246;n, dass er dabei ist, alleine schon, weil er (vielleicht auch durch den Vorsitz) der Einzige war, der durchgehend engagiert gewirkt hat; verbl&#252;ffenderweise war es dann irgendwie <strong>Alain Claude Sulzer</strong>, dem ich viel Gutes abgewinnen konnte; letztes Jahr wollte ich jedes Mal umschalten, sobald er aufgetaucht ist, da war ich also wirklich positiv &#252;berrascht, bin aber irgendwie trotzdem noch skeptisch;</p>
<p>Dann aber noch eine allgemeine R&#252;ge an die Jury, die teilweise wirklich weder engagiert, noch &#8220;in den Texten&#8221; war; ich fand es sehr schwer, die Texte so schnell ganz zu erfassen, Strukturen oder gro&#223;e Themen bleiben bei der Art von Lekt&#252;re nat&#252;rlich oft verborgen; die Juroren aber hatten die Texte ja schon lange vorliegen und h&#228;tten sich da wirklich damit befassen k&#246;nnen, das ist aber meinem Eindruck nach nicht so richtig umgesetzt worden&#8230; schade. Aber vielleicht waren ja auch die Texte teilschuld;</p>
<p>So, was gar nicht ging, war nat&#252;rlich Frau <strong>Stadler</strong>, die nervt, nervt, nervt, ich mag da gar nix mehr zu ihr sagen, sondern ergehe mich in Grandits-Nostalgie&#8230;</p>
<p>Und morgen dann also die Preise, irgendwie nicht das, was Klagenfurt ausmacht, aber ich bin nat&#252;rlich trotzdem gespannt, was bei der ganzen Sache rauskommt und wie die Jury eine Preisvergabe &#252;berhaupt rechtfertigt&#8230;</p></p>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Caterina Satanik</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 19:34:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spooked</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Caterina Satanik im Portrait: beschreibt Regen&#8221;lacken&#8221;, ist vom Religi&#246;sen fasziniert, oweiowei! Beschreibt das Schreiben, steigert sich in Personen hinein, die was Grenzwertiges haben, dann kommen noch viele Plattit&#252;den&#8230; Sie liest &#8220;leben ist anders&#8221;, Catarina wirkt aufgeregt; Hund, Lefzen, ein Mann hat ihn weggenommen; Kleinschreibung im schriftlichen Text, mag ich nicht so&#8230; &#8221;sein rechtes handgelenk steckt in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Caterina Satanik</strong> im Portrait: beschreibt Regen&#8221;lacken&#8221;, ist vom Religi&#246;sen fasziniert, oweiowei! Beschreibt das Schreiben, steigert sich in Personen hinein, die was Grenzwertiges haben, dann kommen noch viele Plattit&#252;den&#8230;</p>
<p>Sie liest &#8220;leben ist anders&#8221;, Catarina wirkt aufgeregt;</p>
<p>Hund, Lefzen, ein Mann hat ihn weggenommen; Kleinschreibung im schriftlichen Text, mag ich nicht so&#8230; &#8221;<span>sein rechtes handgelenk steckt in einem seil, an dessen anderem ende der hundekopf befestigt ist&#8221;</span>&#8230; nene, das mag ich nicht&#8230; Ich finde, dass die Sprache des Textes schon nach den ersten S&#228;tzen v&#246;llig uneinheitlich ist; aber die &#246;sterreichischen Ausdr&#252;cke finde ich nett, sowas erinnert mich immer an meine Christiane N&#246;stlinger-Phase; angesprochenes Du im Text; Beschreibungen, Beschreibungen, Beschreibungen, warum nicht mal einen Text ohne? (oder wenigstens ohne erkennbare); jetzt kommen Klischees, altbekannte Bilder und Formulierungen; nein, ich f&#252;rchte da kommt nichts allzu Aufregendes mehr&#8230;</p>
<p><strong>Die Jury</strong>: <strong>Meike Fe&#223;mann</strong> hat der Text gut gefallen, aber sie kann nicht leicht sagen, warum eigentlich. Vielleicht, weil eine verlassenen Frau das beste aus seiner Abwesenheit macht&#8230;; f&#252;hlt sich an Freud und Lasker-Sch&#252;ler erinnert;</p>
<p><span id="more-1490"></span></p>
<p><strong>Mangold</strong>: nah am Kolloquialen gehalten, meint der Text ist liebensw&#252;rdig, weil er nicht nur die Notwendigkeiten erz&#228;hlt, bef&#252;rchtet aber, dass man sich manchmal zu leicht im Text erkennen kann; <strong>Jandl</strong>: Heimwerkerei als fehlgeleitete m&#228;nnliche Z&#228;rtlichkeit; findet weibliches Element im Text gut und findet den Text witzig?! <strong>Sulzer</strong>: wunderbarer Text, unendlicher Redefluss, Rollenprosa, ja ja; hier werde alles erz&#228;hlt, durch Sprache, das sei doch, was in den anderen Texten vermisst wird; h&#228;tte aber den Vortrag nicht gebraucht, ja, ich auch nicht, nach einem Blick in den nur geschriebenen Text sagt mir das auch eher zu; <strong>Sulzer</strong> findet, es geht eine leichte Bedrohlichkeit von diesem &#8220;Kerl&#8221; aus (der muss die Sachen erst kaputt machen, damit er wei&#223;, dass sie ganz gewesen sind); grunds&#228;tzlich steht er dem Text aber mit ungeteilter Begeisterung gegen&#252;ber; </p>
<p>Auch <strong>Ijoma</strong> ist sich sicher, dass die Protagonistin wieder einen Neuen finden wird; <strong>Frau Keller</strong> h&#246;rt ein melancholisches Ich, das sich an Hilfsinstanzen wendet von denen es sich Plattit&#252;den verkaufen l&#228;sst, die es nicht hinterfragt (doch, doch, Frau Kellers auff&#228;lligste Eigenschaft ist diese gro&#223;w&#246;rtrige Paraphrasierung des Inhalts); m&#246;glicherweise sei diese Perspektive eine Sackgasse; <strong>Herr Sulzer</strong> findet das grade sch&#246;n, dass es keine andere Perspektive gibt, er hat jetzt genug vom deutsch-deutschen Hintergrund;</p>
<p><strong>Frau Fleischanderl</strong> aber st&#246;&#223;t sich am Umgangssprachlichen; das sei ihr zu 1:1 nachgebildet, sie meint man muss Umgangssprache mit K&#252;nstlichkeit nachempfinden &#8211; aber warum denn? <strong>Frau Fe&#223;mann</strong> m&#246;chte darauf hinweisen, dass die Figur weder dumm noch d&#252;mmlich ist, sondern naiv, <strong>Jandl</strong> kontert da mit philosophischen S&#228;tzen der Figur;</p>
<p><strong>Spinnen</strong> will f&#252;r die zeitgen&#246;ssische Umgangssprache die gleiche Lizenz wie f&#252;r die avantgardistische, n&#228;mlich die, daraus literarisch Kapital zu schlagen; er meint die Figur ringt um Naivit&#228;t, damit ihr nicht das Herz gebrochen wird; und er hat eine &#8220;ganz, ganz gro&#223;e Verletzung&#8221; gesp&#252;rt, beim Lesen; <strong>Mangold</strong> fand den Text beim ersten Lesen interessanter als beim Vortrag jetzt, meint aber auch &#252;berhaupt, dass man den Text nur einmal lesen muss; ja doch, den Eindruck hatte ich aber auch; <strong>Frau Fe&#223;mann</strong> macht dann noch auf die Beziehung zwischen den dreitgeteilten Fenstern und der Dreiecksgeschichte Mann-Frau-Hund aufmerksam; interessant.</p>
<p>Was ich jetzt aber schon vermisst habe, ist, dass sich niemand &#8211; wenigstens <strong>Sulzer</strong> h&#228;tte doch da in <strong>Corinos</strong> Fu&#223;stapfen treten k&#246;nnen, durch die falsche Anzahl an genannten Spinnenbeinen gest&#246;rt gef&#252;hlt hat;</p>
<p>So, das war es also.</p>
<p>Noch ein kurzes Gespr&#228;ch mit einer Lektorin, dann bringt 3Sat auch schon einen Beitrag &#252;ber Sch&#228;dlingsbek&#228;mpfer;</p>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Katharina Born</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 13:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spooked</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Katharina Born: im Portrait: abgebranntes Haus, Schriftstellertochter, bei ihr passiert dauernd was; Liest &#8220;Fifty Fifty&#8220;, oh, dramatische Stimme, Aff&#228;ren eines Ehemannes enden, nachdem die Tochter weggegangen ist&#8230; den Text lesen, den Vortrag ignorierend, ist besser; R&#252;ckblick; ein dickes M&#228;dchen namens &#8220;das Gertrud&#8221;; Ingeborg im Text&#8230;; ich wei&#223; nicht genau, was passiert, habe aber ganz leichtes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Katharina Born</strong>: im Portrait: abgebranntes Haus, Schriftstellertochter, bei ihr passiert dauernd was;</p>
<p>Liest &#8220;<strong>Fifty Fifty</strong>&#8220;, oh, dramatische Stimme, Aff&#228;ren eines Ehemannes enden, nachdem die Tochter weggegangen ist&#8230; den Text lesen, den Vortrag ignorierend, ist besser; R&#252;ckblick; ein dickes M&#228;dchen namens &#8220;das Gertrud&#8221;; Ingeborg im Text&#8230;; ich wei&#223; nicht genau, was passiert, habe aber ganz leichtes Interesse;</p>
<p>Ab der zweiten H&#228;lfte ungef&#228;hr l&#228;sst mein Interesse nach, es kommt nichts, was das vorhergegangene rechtfertigt; nur das Verschwinden des Gertruds bleibt r&#228;tselhaft; ist das gro&#223;e Symbolik, die sich mir verschlie&#223;t? Der Rest des Textes l&#228;sst diese Vermutung aber nicht unbedingt zu&#8230; es wird banal; </p>
<p><strong>Clarissa Stadler</strong> vergaloppiert sich und erkl&#228;rt diese zur letzten Lesung&#8230;, korrigiert sich nach Zurechtweisung;</p>
<p><span id="more-1484"></span></p>
<p>Jetzt aber <strong>Herr Sulzer</strong>: ein Lektor m&#252;sse da wohl die Autorin auf verschiedene Ungereimtheiten aufmerksam machen; der Anspruch des Textes sei es, dass er hochrealistisch ist, aber z.B.: H&#228;ufung von toten Hunden oder Hunden mit Nahtoderfahrung sei nicht normal und die 19-j&#228;hrige Judith soll einen bekannten Autor aus ihrer Muttersprache &#252;bersetzen? Findet <strong>Sulzer</strong> h&#246;chst unrealistisch; er k&#246;nnte noch weiter auf Details rumreiten, die ihm sauer aufgesto&#223;en sind, sagt er; so, <strong>Paul Jandl</strong> aber sieht grade die &#252;berfahrenen Hunde als H&#246;hepunkte des Textes (und der Schlusssatz &#8220;Ich bin schwanger&#8221; f&#228;hrt ihm in die Magengrube);</p>
<p> </p>
<p><strong>Frau Fe&#223;mann</strong> diskutiert kurz mit <strong>Sulzer</strong> &#252;ber die Hunde, (ich habe den Eindruck, dass sie und Sulzer zwar meist nicht ganz &#252;bereinstimmen, aber die sind wenigstens in der Lage, sich miteinander zu unterhalten, also man denkt, dass sie das wollen), <strong>Fe&#223;mann</strong> aber: Text unglaublich beweglich, findet sie gut, auch dass es um die Schwierigkeit von zwischenmenschlichen Beziehungen geht, und den erotischen Unterton, den noch kein anderer Text hatte (beim Wettbewerb), und dann noch die Mutter-Tochter-Beziehung; <strong>Frau Stadler</strong> nutzt die Gelegenheit, kurz <strong>Jandls</strong> erotische Anspr&#252;che zu diskriminieren; und <strong>Frau Keller </strong>wurde vom Text angeregt &#252;ber die dargestellten verfehlten Leben nachzudenken;</p>
<p><strong>Herr Spinnen</strong> antwortet mit einem &#8220;klaren Ja&#8221; auf <strong>Frau Stadlers</strong> Frage, ob es ein Milieutext ist, sie ist irritiert, er meditiert ein wenig und erz&#228;hlt dann mehr; kann nachvollziehen, dass man mit 50 sauer ist, wenn die Tochter vom verhassten Autorenkollegen schwanger wird, freut sich, dass er keine T&#246;chter hat, Publikum ist erheitert; <strong>Spinnen</strong> fragt sich, ob der Text literarisch geschickt ist;<strong> Karin Fleischanderl</strong> ist es zu wenig, dass die schlampigen Verh&#228;ltnisse allein durch die 68er erkl&#228;rt sind; <strong>Herr Mangold</strong> kann keinen literarischen Trick darin erkennen, dass ein Autor einem Text einen historischen Kontext gibt;  <strong>Jandl</strong> m&#246;chte &#252;ber &#8220;das Gertrud&#8221; sprechen, ist ihm nicht ganz geheuer; f&#228;llt diese Figur dem Geschlechterkampf zum Opfer oder nimmt sie einfach nicht dran teil? <strong>Frau Keller</strong> findet den Kontext dezent, <strong>Herr Spinnen</strong> meint, dezent ist f&#252;r Inneneinrichtungen; <strong>Sulzer</strong>: Endlich mal aus weiblicher Sicht &#252;brigens; formal zu holprig, denkt aber, dass der Text durch Lektorat interessant werden k&#246;nnte; die 68er-Diskussion h&#246;rt nicht auf; Jandl findet die Sprache, die die Spie&#223;igkeit beschreibt auch spie&#223;ig und h&#228;tte sich mehr Doppelb&#246;digkeit gew&#252;nscht;</p>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Andrea Winkler</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 13:08:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spooked</dc:creator>
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		<description><![CDATA[  Andrea Winkler: das Portrait beginnt mit Zitat ihrer Geschichte &#8220;Niemand da&#8221;; sie wirkt brav und irgendwie hausfr&#228;ulich; mag Distanz und beobachten; bevorzugt Literatur, die Vieles offen l&#228;sst gegen&#252;ber linear Erz&#228;hltem (das geht mir auch so, aber das kann halt leider fast niemand); Vorgeschlagen von Paul Jandl liest sie jetzt &#8220;Aus dem Gras&#8221; und sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p><strong>Andrea Winkler</strong>: das Portrait beginnt mit Zitat ihrer Geschichte &#8220;Niemand da&#8221;; sie wirkt brav und irgendwie hausfr&#228;ulich; mag Distanz und beobachten; bevorzugt Literatur, die Vieles offen l&#228;sst gegen&#252;ber linear Erz&#228;hltem (das geht mir auch so, aber das kann halt leider fast niemand);</p>
<p>Vorgeschlagen von <strong>Paul Jandl</strong> liest sie jetzt &#8220;Aus dem Gras&#8221; und sie beginnt auch wirklich, indem sie &#8220;Aus dem Gras&#8221; sagt, bisher hat noch keiner seinen Titel gelesen, oder? Habe ja drei verpasst;</p>
<p>Es geht um eine <em>(wirkliche) Hand </em>(die gleich noch viel, viel &#246;fter vorkommen wird) und darum, dass die Ich-Erz&#228;hlerin (scheint ziemlich sicher eine Frau zu sein, denke ich, klingt nicht m&#228;nnlich) den Fu&#223; auf das Gras setzen muss&#8230; schon wieder ein Schiff, aber auch ein Bahnhof aus Str&#228;uchern, hm, hm, hm,&#8230; Es &#8220;rauscht und klopft&#8221; und ich merke, dass ich schon den Faden verloren habe; also f&#252;r Prosa ist das aber sehr &#228;therisch; ne, ich habe es nochmal versucht, auch mit Lesetexthilfe, erfolglos, ich hole jetzt Kaffee;</p>
<p><span id="more-1479"></span></p>
<p>Da w&#252;sste ich nun als Jury gar nicht, was man da &#252;berhaupt dazu sagen k&#246;nnte; nochmaliges Aufwachklatschen des Publikums;</p>
<p><strong>Frau Fleischanderl</strong> wirkt erwartungsfroh und ja, sie legt los: da sei radikale Subjektivit&#228;t, die Autorin dampft die Literatur auf ihr Wesentliches ein, auf die Inszenierung der Sprache&#8230; empfand das als eine Wohltat! Das Ich werde hier nicht vom medialen Get&#246;se &#252;berlagert; wow, ganz ehrlich hatte ich mit eher gegenteiligen Aussagen gerechnet, aber <strong>Frau Fleischanderl</strong> scheint heute ganz klar auf der Suche nach dem, was f&#252;r die Kunst und K&#252;nstlichkeit ist, zu sein;</p>
<p><strong>Herr Mangold</strong> hatte darauf gehofft, als Letzter sprechen zu k&#246;nnen, weil er den Text erkl&#228;rt braucht; vermutet dann, dass man den Text mit sehr gro&#223;en Worten umschreiben kann, ohne ihm n&#228;her zu kommen; <strong>Frau Fe&#223;mann</strong> hat jetzt mal keine handwerklichen Einw&#228;nde, ist aber auch nicht gl&#252;cklich mit dem Text; und ihr steht auch nicht der Sinn danach, eines anderen Menschen narzisstischer Allmachtsphantasie zuzuschauen, eben, eben, vor allem nicht, wenn sie so langweilig ist&#8230; mit mehr Phantasie vielleicht ja&#8230; die Autorin spiele fr&#246;hlich mit den Worten, aber der Leser werde gezwungen, jedem Wort wie ein Tr&#252;ffelschwein hinterher zu schn&#252;ffeln oder so &#8211; sehr gut, <strong>Frau Fre&#223;mann</strong> gewinnt im Laufe der Zeit bei mir deutlich!</p>
<p><strong>Frau Fleischanderl </strong>beklagt  jetzt &#252;berhaupt, dass die Jury vor lauter Suche nach zwischendeutscher Identit&#228;t ganz vergisst, die Kunst in der Sprache und die Musikalit&#228;t zu suchen (und zu besprechen); jetzt <strong>Herr Spinnen</strong>: hat sich ein Computerprogramm vorgestellt, dass die Konstruktion von Nomina und Verben in Musik umwandelt etc. redet &#252;ber &#8220;semantisches Material aus dem Du&#8221;&#8230; ihm ist es nicht gelungen, die anderen, nicht  sprachlich-musikalischen eben zum Text hinzuzuf&#252;gen&#8230; <strong>Jandl</strong>: Nicht-explizit-realistische Texte sind selten im Wettbewerb, da st&#252;rzt er sich jetzt drauf;  der Text sei ein &#8220;Reh in der D&#228;mmerung an einem Abhang der Schl&#228;frigkeit&#8221; &#8211; ja, doch, so habe ich ihn auch gesehen, aber er hat das anders gemeint; <strong>Frau Keller</strong> f&#252;hlt die &#8220;Virtuosit&#228;t des Gewebes, des Geschwebes&#8221;,  dann irgendwas mit Wiederk&#228;uen, wobei ich mir bei diesem Text das Wiederk&#228;uen eher sparen w&#252;rde;</p>
<p><strong>Sulzer</strong>! Ja! Endlich! Keineswegs eine Wohltat zu lesen sei das; ein Schlaflied war das f&#252;r ihn; er zynisiert, dass der Ton ja vielleicht ganz hoch sei und er, <strong>Sulzer</strong>, zu niedrig? W&#252;rde er den Text im Buchladen treffen, w&#252;rde er nach einer Seite aufh&#246;ren; hatte kein Vergn&#252;gen, wollte schon erst gar nichts sagen, weil er beim Lesen zuhause M&#252;he hatte, nicht einzuschlafen; danke Alain! Leider traut er sich aber jetzt nicht wirklich, gemein zu sein, meint das ist alles seine sehr subjektive Empfindung; Publikum klatscht (f&#252;r Sulzers Einsch&#228;tzung), traut sich aber auch nicht recht; <strong>Spinnen</strong> sagt jetzt was f&#252;r die, die mitschreiben (uns?!): es d&#252;rfe nicht der Eindruck entstehen, dass diese literarische Tradition einfach weggeb&#252;rstet wird, gell, schwierige Literatur sei das halt, was die Rezeption angeht, Zeit ist Geld etc.; er hat die Hermetik und die musikalische Selbst&#228;ndigkeit als zu hoch empfunden;</p>
<p><strong>Ijoma Mangold</strong> sagt meiner Meinung nach ganz richtig: der Text wird als Genre verteidigt, nicht als Text! Und dieser Text verschlie&#223;e sich vor einer Angreifbarkeit; Jandl aber m&#246;chte Formen der Kritik finden, die solchen Texten ad&#228;quat werden; <strong><span style="font-weight: normal;">um schneller fertig zu werden unterbricht </span>Frau Stadler<span style="font-weight: normal;"> jetzt </span>Jandl<span style="font-weight: normal;">, als der ein Zitat ank&#252;ndigt, aber wie  nicht anders zu erwarten, verz&#246;gert sie damit nur unn&#246;tig;</span></strong></p>
<p>Puh, vorbei; jetzt DDR-Literaturgespr&#228;ch in der Pause; ich fr&#252;hst&#252;cke.</p></p>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Gregor Sander</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 10:21:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spooked</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tag 3: Das Bild stockt, schwarzer Bildschirm, und dann ein Testbild&#8230; das k&#246;nnte dem richtigen Text ein ganz neues Moment verleihen; Isenschmidt wirkt im kurzen Vorgespr&#228;ch mit R&#252;ckblicken auch vers&#246;hnt, allerdings aus anderen Gr&#252;nden als ich; Oh je, da ist Clarissa wieder; Meike wieder wie aus dem Ei gepellt, die anderen wirken schon jetzt leicht verstimmt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tag 3: Das Bild stockt, schwarzer Bildschirm, und dann ein Testbild&#8230; das k&#246;nnte dem richtigen Text ein ganz neues Moment verleihen;</p>
<p><strong>Isenschmidt</strong> wirkt im kurzen Vorgespr&#228;ch mit R&#252;ckblicken auch vers&#246;hnt, allerdings aus anderen Gr&#252;nden als ich;</p>
<p>Oh je, da ist <strong>Clarissa</strong> wieder; <strong>Meike</strong> wieder wie aus dem Ei gepellt, die anderen wirken schon jetzt leicht verstimmt (vielleicht auch nur unausgeschlafen);</p>
<p><strong>Gregor Sanders Portrait</strong>: An wen erinnert der mich denn? Spricht &#252;ber Berlin und seine Ausbildung und zeigt uns seinen Arbeitsweg und Arbeitsplatz, hm&#8230;;</p>
<p>Er liest &#8220;Winterfisch&#8221;</p>
<p><span id="more-1473"></span></p>
<p>Das Publikum ist m&#252;de, ich h&#228;tte auch gerne einen Kaffee;</p>
<p><strong>Sanders</strong> Stimme macht einen recht untypischen Vortrag, kann mich nicht entscheiden, ob das gut oder schlecht ist; Jemand will fischen gehen; Es ist fr&#252;h, Walter ist noch nicht da; &#8220;<span>Die H&#228;user stehen noch dunkel&#8221; &#8211; zuviel f&#252;r mich. Bisher habe ich keine konkreten Einw&#228;nde zum Text, aber das Gef&#252;hl, das alles schon mehrmals gelesen/geh&#246;rt zu haben (weniger die Geschichte, wei&#223; nicht, worum es geht, aber die <em>Ausf&#252;hrung</em> kommt mir extrem nicht-neu vor);</span></p>
<p><span>Den fand ich sch&#246;n: &#8220;</span>F&#252;r einen kurzen Moment m&#246;chte ich in meinem Leben sitzen, in  meiner K&#252;che, und nicht neben Josef Neuer stehen.&#8221;<span> Den gar nicht gut:&#8221;</span>Neuer hat sich jetzt endg&#252;ltig entschieden mich zu duzen und streift das &#8216;Sie&#8217; ab  wie eine zu enge Krawatte.&#8221; Ich stelle jetzt mal das Zitieren ein&#8230; Text endet damit, dass dem Erz&#228;hler die Tr&#228;nen kommen &#8211; nicht gut;</p>
<p>Na, mal sehen:</p>
<p><strong>Sulzer</strong>: sehr sch&#246;n und sehr ruhig; zwei Trennungen im Text; Motive: der Fisch und das Kaninchen, die werden aber auch verzehrt, der Fisch und das Kaninchen&#8230; <strong>Jandl</strong> kommt auf die Krise zu sprechen&#8230;(zieht zwischendurch seinen Kitsch-Vorwurf gegen Jens Petersen zur&#252;ck), sieht hier kleinere verborgene Krisen; findet Text sehr sch&#246;n und stimmungsvoll, g&#246;nnt sich Ruhe (der Text), meint er; <strong>Meike Fe&#223;mann</strong>: findet Text <em>&#8220;handwerklich wahnsinnig schlecht&#8221;</em> erz&#228;hlt; findet viele <em>&#8220;Ungeschicklichkeiten&#8221;</em>, ist nicht zufrieden, <strong>aber</strong>, jetzt wo der Autor gelesen hat, fand sie, hat er funktioniert; komisch, wieso denn? War eher gelangweilt gelesen, fand ich;</p>
<p><strong>Frau Fleischanderl</strong> widerspricht und findet den Text handwerklich sehr gut gemacht (Publikum klatscht, die sind irgendwie immer auf Autoren-Seite, so eine Art Live-Sympathie oder so&#8230;), findet glaubhafte und plausible Figuren und Dramaturgie; die handwerkliche Perfektion kommt ihr fast hermetisch abgeschlossen vor, eine Backform, mit der der Autor viele solche Texte fabrizieren kann; <strong>Frau Fe&#223;mann </strong>wird fuchtelig, zitiert um die handwerkliche Perfektion (die man dem Text nun wirklich nicht zum Vorwurf machen k&#246;nne) zu widerlegen; (w&#228;hrend Frau Fleischanderl im Hintergund ungn&#228;dig dreinblickt);</p>
<p><strong>Herr Mangold</strong> wacht auf und versucht vermittelnd einzuschreiten: er achtet da erst mal gar nicht auf die Form-Seite, sondern auf den Inhalt, redet viel und schnell, die anderen erkennen sein Befriedungsman&#246;ver und wirken nicht lebhaft oder interessiert; <strong>Mangold</strong>: Text f&#252;hrt die Motive gut zusammen, am Ende fehlt ihm aber was, als Begr&#252;ndung f&#228;llt ihm ein, dass sich die gebrochenen Beziehungen nur auf die Ostseite konzentrieren; <strong>Paul Jandl </strong>widerspricht auch ein wenig;</p>
<p>Oh, <strong>Frau Keller </strong>sammelt sich und legt los, die redet immer so getragen, tr&#228;gt aber wohl haupts&#228;chlich zuhause Aufgeschriebenes vor (gut, dann ist sie wenigstens vorbereitet, macht aber einen streberhaften Eindruck); spricht &#252;ber den &#8220;Umschlagplatz&#8221; (Hafen und Text); da gebe es eine gro&#223;e &#8220;Welthaltigkeit&#8221;, aber ihr passt was an der Schreibhaltung nicht; <strong>Spinnen</strong> m&#246;chte lieber auf den Kern zu sprechen kommen; meint das sei ein Text zum &#8220;20. Jubil&#228;um&#8221;; fragt sich aber, ob der Text zu hoch greift damit, der Geschichte gerecht zu werden; meint, es &#8220;knarrt manchmal an den Kanten, wenn zu viel in den Text hineingedr&#228;ngt&#8221; ist, aber da hat er weniger ein Problem als mit dem System &#8220;parabolischer Verweisungen&#8221;, huiuiui,; findet Ende &#8220;schwachen Ausbruch in &#8216;und endlich konnte ich weinen&#8217;&#8221;, das zumindest habe ich auch gesehen; <strong>Frau Stadler</strong> redet schon wieder zu viel, <strong>Frau Keller </strong>m&#246;chte aber lieber direkt auf Herrn Spinnen antworten, als auf Clarissas Frage einzugehen; die scherzt dann auch noch von der Seite, ach je.</p>
<p><strong>Frau Fe&#223;mann</strong> will ausgerechnet das nicht wegstreichen, was <strong>Herr Spinnen</strong> zum Streichen freigegeben hat; Jetzt darf auch Herr Sulzer mal, widerspricht <strong>Herrn Spinnens</strong> Jubil&#228;umsassoziation; Oh, jetzt hat er fast gelacht, der <strong>Alain Claude</strong>, obwohl <strong>Frau Fe&#223;mann</strong> von der Seite kritisch nachgefragt hat; <strong>Mangold</strong> rattert die Konzeption, der Natur als Gegenst&#252;ck zur politischen Geschichte zu sehr; Jury konzentriert sich jetzt ein wenig darauf, ob da jetzt viel, zu viel oder wenig politische Dimension im Text ist; Publikum ist immer noch sehr klatschfreudig gegen&#252;ber Sander&#8230; die wollen doch nur nicht einschlafen!</p></p>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Andreas Sch&#228;fer</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 23:39:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spooked</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neuer Autor, Andreas Sch&#228;fer (der Name klingt nicht nach Schriftsteller); hat einen schweizerischen Gesichtsausdruck, ist aber aus Berlin; Portrait spielt schon wieder im Café, Autor findet es wunderbar, dass etwas entsteht, was man vorher diffus im Kopf hatte, das dann lebendig wird. Ja, in der Tat. Das w&#228;re es, was wunderbar w&#228;re, das ist es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neuer Autor, <span><strong>Andreas Sch&#228;fer</strong> (der Name klingt nicht nach Schriftsteller); hat einen schweizerischen Gesichtsausdruck, ist aber aus Berlin; <strong>Portrait</strong> spielt</span> schon wieder im Café, Autor findet es wunderbar, dass etwas entsteht, was man vorher diffus im Kopf hatte, das dann lebendig wird. Ja, in der Tat. Das w&#228;re es, was wunderbar w&#228;re, das ist es auch, warum Tucholsky so unfassbar gut ist. Da hat er ja einen hohen Anspruch; er &#8220;geht hinter seinen Figuren her&#8221;, notiert Ideen, die er dann vergisst, bis sie von selber wiederkommen. Der wirkt ganz vern&#252;nftig. Aber nun muss ich erfahren, dass er von Sulzer vorgeschlagen wurde, das macht skeptisch.</p>
<p><span id="more-1464"></span></p>
<p>Liest aus &#8220;<strong>Auszeit</strong>&#8220;, wirkt irgendwie zu gro&#223; f&#252;r sein Lesetischchen;</p>
<p>hm, ich mag Anf&#228;nge mit einem Satz unerkl&#228;rter w&#246;rtlicher Rede, obwohl auch das, zugegeben ein Klischee ist; Oh, ich glaube, den Text mag ich (zumindest inhaltlich, &#252;ber die Sprache bin ich noch nicht sicher), den Vortrag finde ich ertr&#228;glich. Es kamen schon s&#252;dliche Inseln, Ger&#252;che, zwischenmenschliche Distanz und so.</p>
<p><span>Da kann ich auch mal ein bisschen zitieren: An seinem Beruf (Pilot) hat er das &#8220;</span>oberfl&#228;chliche Zusammengeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl und den flapsigen Umgangston gemocht – aber vor allem die Unverbindlichkeit, die sich dahinter verbarg&#8221;</p>
<p>Was ist denn passiert mit seinem Sohn Jakob? Abgest&#252;rzt? Wechselnde Trauer, erst sie, dann er, finde ich gut, logisch, alles sehr nachvollziehbar. Blo&#223;: &#8220;Lothar, der Pilot&#8221;? Ist das kluge Namensgebung?</p>
<p>Hier finde ich die Beobachtungen (die ich ja vorhin noch bem&#228;ngelt habe) sehr gelungen und passend, hier zeigen sie, was und wie Lothar sieht und machen den Text dadurch lebendig, f&#252;r mich jedenfalls. Ich finde die Sprache sehr &#8220;nah&#8221;, verstehe alles, wunder mich nicht &#252;ber Formulierungen;</p>
<p>Kein Absturz &#8211; ein Mord!</p>
<p>Das ist sch&#246;n, ich wei&#223; nicht genau, woran ich es festmache, aber der Text ist gut. <span>Oh, nein, jetzt Klischee: </span>„Allerdings. Ihre Unf&#228;higkeit geht mir auf die Nerven.“ Lothars oberfl&#228;chliche Kontrolle st&#252;rzt zusammen; kriegt aber noch die Kurve (der Text, bei Lothar eher ungewiss)<span>; das ist gut:  &#8220;</span>w&#228;hrend die Innenfl&#228;che seiner Hand pochte, als umschlie&#223;e sie den Gashebel – dabei lagen beide H&#228;nde ruhig in seinem Scho&#223;.&#8221;  (Ich finde mit solchen Sachen setzt er das um, was er sich, laut Portrait, vorgenommen hat, deswegen zitiere ich dauernd.)</p>
<p>So, jetzt bin ich gespannt, <strong>was die Juroren sagen</strong>;</p>
<p><strong>Frau Keller</strong>: starker Text, besonders mag sie die beiden gro&#223;en Themen, die miteinander verkn&#252;pft sind, den Umgang mit dem Tod und dass der &#8221;Protagonist die Z&#252;gel in der Hand&#8221; beh&#228;lt (macht er das? Habe ich anders gelesen, also vielleicht oberfl&#228;chlich); Och, <strong>Frau Fleischanderl</strong>, spannungsfrei? Sie mag die Sprache nicht; erweckt keine Gef&#252;hle bei ihr;</p>
<p><strong>Frau Fe&#223;mann</strong>: Sehr guter Text, in jedem Detail (yep!), mag die Art des &#8220;M&#228;nnerportraits&#8221;; aber der Tod habe die Rolle eines was? Neben-Au&#223;enminister? Vielleicht h&#228;tte ich lauter stellen sollen&#8230; F&#228;ngt er sich denn wirklich wieder? Das habe ich gar nicht so mitbekommen, kam mir mehr nach bleibendem Schaden und trotzdem weitermachen vor; <strong>Sulzer</strong>: Was den Text von den anderen unterscheidet ist, dass jemand wirkliche einen Beruf hat (hackt kurz noch mal auf Christiane von gestern rum), und dieser Beruf gestatte ihm die Unverbindlichkeit in der Welt zu haben, die er m&#246;chte; ja, das stimmt; die Sprache sei klar und pr&#228;zise, nicht um Originalit&#228;t bem&#252;ht, da hat er Recht, das fand ich auch sch&#246;n; dass ich dem <strong>Herrn Sulzer</strong> noch mal zustimme! Und auch noch sein Kandidat!</p>
<p><strong>Spinnen</strong> stellt jetzt die Frage nach literarischen Kriterien, die man hat, die nicht allgemein sein m&#252;ssen (im Gegensatz zum Flugverkehr, meint er, Scherzkeks); Ob die Sprache ein notwendiger Teil der Geschichte geworden sei? Hier wei&#223; er das hier leider noch nicht genau, sagt er; wie weit sich Sprache dazu erheben kann, genau identisch zu werden mit genau dieser einen Geschichte&#8230; ja, doch <strong>Herr Spinnen</strong>, das hatte ich auch ein bisschen so im Gef&#252;hl, aber nur ein bisschen; <strong>Herr Jandl</strong> w&#252;rde jetzt doch ein bisschen dem <strong>Herrn Spinnen</strong> zustimmen; findet der Text erz&#228;hlt genau diese Geschichte, aber nicht viel mehr; ich habe<em> zum wiederholten Mal das Gef&#252;hl, dass die Juroren sich nicht wirklich zuh&#246;ren</em>&#8230; <strong>Ijoma</strong>: Sorgf&#228;ltig, einf&#252;hlsam, w&#252;rde sich aber noch mehr w&#252;nschen, etwas, das aus dem Erz&#228;hlprogramm, herausbricht, notfalls verungl&#252;ckt&#8230; ja, gut, sicher, das w&#228;re Bonus, aber trotzdem, f&#252;r mich ist das bisher der Favorit.</p>
<p><strong>Sulzer</strong> misst spektakul&#228;re Momente; was ich finde sind kleine <em>echte</em> Momente, in denen alles zusammenbrechen k&#246;nnte, es aber nicht tut (als ihm das Flugzeug so bewu&#223;t wird etc.), also f&#252;r mich zeichnete den Text eine gewisse <em>Hineinversetzbarkeit</em> aus (um &#228;hnlich geschwurbelt zu sprechen); <strong>Frau Stadler</strong> schreitet schon wieder mutma&#223;end ein &#8211; kriegt die Extra-Gehalt, wenn sie auch in der Jury mitspielt? <strong>Spinnen</strong> m&#246;chte eine spezielle Distanziertheit, keine dar&#252;berliegende Distanziertheit vorfinden und <strong>Herr Mangold </strong>berichtet, dass er auch hier nicht alles ganz aufl&#246;sen konnte;</p>
<p> </p>
<p>So, das war er also, der zweite Tag.</p>
<p>Nun, ich bin einigerma&#223;en vers&#246;hnt, weil doch noch ein Text dabei war, mit dem ich zufrieden war;</p>
<p><strong>Petersen</strong> dann noch bei <strong>Eva Wannenmacher</strong> in der Diskussionsrunde, m&#246;chte sich nicht zu sehr durch die Urteile in &#8220;Schwingung versetzen&#8221; lassen beim weiter schreiben seines Romans; hm, den finde ich jetzt wesentlich sympathischer als vorhin beim lesen.</p>
<p><strong>Wolfgang H&#246;rner</strong> kritisiert die schlechte Vorbereitung der Jury, da muss ich ihm aber zustimmen; findet auch befremdlich, dass <strong>Clarissa</strong> dauernd mit ihrer Moderatorenrolle bricht, eben, eben, der redet mit Sinn, finde ich; erz&#228;hlt jetzt &#252;ber seinen neuen Verlag (Galiani?), h&#246;rt sich auch sch&#246;n an.</p>
<p>Also, morgen geht es weiter. Ich bin gespannt.</p></p>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Jens Petersen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 14:14:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spooked</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Grenzsituationen]]></category>
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		<category><![CDATA[TDDL09]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir kommen zu Jens Petersen; Autorenportrait: Grenzsituationen in denen man Menschen antrifft, pers&#246;nliche Erfahrungen mit dem Tod, Autor glaubt Vieles&#8230; Text: Bis dass der Tod; Er liest mutigerweise das letzte Kapitel seines Romans; Heizkraftwerk, Spucke, Kan&#252;le&#8230; nicht so meine literarische Welt&#8230; mal sehen; Diese minuti&#246;sen Beschreibungen von Dingen, von Menschen, von banalen T&#228;tigkeiten, finde ich am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir kommen zu <strong>Jens Petersen</strong>;</p>
<p>Autorenportrait: Grenzsituationen in denen man Menschen antrifft, pers&#246;nliche Erfahrungen mit dem Tod, Autor <em>glaubt</em> Vieles&#8230;</p>
<p>Text:<strong> Bis dass der Tod; <span style="font-weight: normal;">Er liest mutigerweise das letzte Kapitel seines Romans;</span></strong></p>
<p>Heizkraftwerk, Spucke, Kan&#252;le&#8230; nicht so meine literarische Welt&#8230; mal sehen;</p>
<p><span id="more-1455"></span></p>
<p>Diese minuti&#246;sen Beschreibungen von Dingen, von Menschen, von banalen T&#228;tigkeiten, finde ich am Bachmann-Text-typischsten, und die liegen mir irgendwie nicht&#8230; auch dieses Depressive&#8230; naja, zugute halten kann man ihm jedenfalls, dass der Text und die Art des Vortrags ineinander klingen.</p>
<p>Ich w&#252;rde mich fragen, warum er so einen Text schreibt, aber das kam ja am Anfang des Portraits raus: Arzt, Tod und Leiden etc., aber da sagt er auch, dass er einen R&#252;ckzugsraum braucht in der Literatur&#8230; aber das hier ist doch Aufarbeitung, (wenn nicht Sich-Drin-W&#228;lzen), nicht R&#252;ckzug, oder?</p>
<p>Ach, der Gro&#223;vater aus Kiev, den vermutet man eigentlich in jedem Bachmann-Text. Ist das ein automatischer Literaturkritikpunkt? Wirkt jedenfalls bekannt und hier &#252;berfl&#252;ssig, f&#252;r mich. Ich wei&#223; nicht, jetzt auch noch die Mutter Alkoholikerin? Alles kaputt, ich bin schon ganz&#8230;. ach, ich wei&#223; nicht, ich f&#252;rchte, ich finde einfach den Autor unsympathisch, liegt wohl an seinem Mund;</p>
<p>Oh! Eine kalte Pistole! Ob Spinnen sagen wird, dass er das schon vorhergesehen hat? </p>
<p>Alle tot, der Text zu Ende:</p>
<p><strong>Frau Fe&#223;mann</strong>: beklemmend und klaustrophobisch, Text stellt dar, wie es Menschen geht, in deren Umfeld ein Tod vorf&#228;llt: Abschottung, hier dann Selbstmord; findet Klaustrophobik akzeptabel wegen des Themas, kann Motivation f&#252;r Arzt als Schriftsteller nachvollziehen, die ganze Welt soll Grausamkeit erfahren, gut ja&#8230; kann das aber literarisch nicht nachvollziehen, ja doch, so ging&#8217;s mir auch. Aber jetzt: &#8220;Pr&#228;rieromantik&#8221;&#8230; die habe ich nun nicht gefunden; Mal sehen, wie es <strong>Paul Jandl</strong> fand&#8230; der analysiert die Bilder, &#8220;Strommasten in Totenstarre&#8221;, &#8220;verhungerter Wolf im ausgetrockneten Bachbett&#8221;, meint, das w&#228;re die maximale &#8220;Strichliste der Ingredenzien des Todes&#8221;, mehr w&#228;re da nicht mehr gegangen;</p>
<p><strong>Sulzer</strong> findet Text genau richtig lang (das war jetzt aber an Jandls Listenl&#228;ngenthematik vorbei, oder?) argumentiert und liest das &#8220;aus dem Bauch heraus&#8221;, Nana ist f&#252;r ihn eine bedrohliche Pr&#228;senz (ja, das kann ich nachvollziehen); an ihn (Sulzer) werde genau das vermittelt, was der Autor ihm erz&#228;hlen wolle (aber wie kann er denn das wissen?!); ist ziemlich restlos begeistert;</p>
<p>Diesmal macht <strong>Fleischanderl</strong> die Nacherz&#228;hlung, zur Illustration der Gefahren des Themas; meint aber, dass der Autor die Geschichte gut zwischen den Gefahren umgesetzt hat; Ah, <strong>Ijoma</strong> hat den Text nicht ganz verstanden, l&#228;sst sich davon aber nicht irritieren, ist au&#223;erdem nicht mit Karins Inhaltsangabe einverstanden; so, und jetzt sieht er Bedeutung im Text, die er nicht richtig zu deuten vermag&#8230; also was? Weiter erkennt er in der Bildsprache eine &#8220;postapokalyptische Szenerie&#8221;; im &#8220;Zwischendrin&#8221; zwischen Land und Stadt spiele sich eine romantische Liebestodgeschichte ab, oder so; m&#246;chte seine Unf&#228;higkeit der Aufl&#246;sung der Spannung nicht gegen den Text wenden, das ist nett, aber vielleicht auch nur gut gemeint;</p>
<p><strong>Spinnen</strong>: furchtbare zeitgen&#246;ssische Variante des Selbstmordes; Spinnen l&#228;uft es eiskalt den R&#252;cken runter, wenn er sich diese Existenz vorstellt, ja, mir auch. Er aber ist wohl wirklich gespannt auf den Rest des Romans, mit dieser tragisch zeitgen&#246;ssischen Figur, ach ne. <strong>Jandl</strong> erw&#228;hnt auch mein eingangs erw&#228;hntes Heizkraftwerk, in Bezug auf die K&#252;nstlichkeit des Textes&#8230; das erschlie&#223;t sich mir jetzt nicht ganz; schwankt zwischen K&#252;nstlichkeit (was den Text f&#252;r ihn literarisch wertvoll machen w&#252;rde, k&#252;nstlich wohl im Sinne von kunstvoll, oder?) und Kitsch.</p>
<p>Was ich an <strong>Hildegard Keller</strong> sch&#246;n finde, ist, dass sie, v&#246;llig die Konventionen der normal-gesprochenen Sprache missachtend, W&#246;rter wie &#8220;gleichwohl&#8221; benutzt. Und sie hat schon wieder Fragen. Sie will wissen, warum die Nana &#252;berhaupt stirbt, findet die Motivation von Alex nicht, aber daf&#252;r einen &#8220;unerh&#246;rt lichtloser Raum&#8221;; oh, <strong>Clarissa</strong> krittelt, dass da ja quasi keiner mitreden kann, der noch nicht in der entsprechenden Situation war, o là là, das war aber wieder ein krasser Bruch mit ihrer Moderatorenrolle und gar nicht nett;</p>
<p><strong>Keller</strong> weiter: &#8220;g&#246;ttliche Besoffenheit eines <em>auktorialen</em> Erz&#228;hlers&#8221;; <strong>Spinnen</strong>: das ist aber ein <em>personaler</em> Erz&#228;hler, der zwei Stunden zwei Stunden vor einem unerh&#246;rten&#8230; habe seinen Faden verloren; Auch <strong>Frau Fe&#223;mann</strong> w&#252;rde sich f&#252;r die Krankheit der Frau interessieren und findet es ausgezeichnet gemacht, dass sich in dem, wie Alex mit der &#8220;Puppe&#8221; Nana umgeht erkennen kann, wie die Frau vorher mal war; <strong>Mangold</strong> wendet ein, dass zu viele Einw&#228;nde zur&#252;ckgewiesen werden w&#252;rden, denn die machen den Text doch aus, sagt er. Sieht auch den von Jandl angesprochenen Kitsch, meint aber hier sei das &#8220;<em>hart am Kitsch segeln</em>&#8220;  (ah, das wird zitiert und zitiert und zitiert werden) sehr gut gelungen. Und <strong>Spinnen</strong> m&#246;chte sich jetzt f&#252;r einen Einwand entschuldigen, wie vers&#246;hnlich sie sind&#8230;</p>
<p><strong>Frau Fleischanderl</strong> kommt auf die postapokalyptische Landschaft zur&#252;ck, die ihr erst gar nicht so aufgefallen ist, bevor nicht <strong>Herr Jandl</strong> seine Liste vorgestellt hat, prahlt mit Fachwissen, es g&#228;be da etwas, das nenne sich &#8220;Metonymie&#8221;, hier hei&#223;t dass, die Gef&#252;hle des Menschen, die <strong>Frau Keller</strong> sucht, soll sie mal in der Landschaft suchen; (Kurzer flapsiger Hintergunddialog Jandl: &#8220;Der Wolf liegt &#252;brigens in der Vergangenheit&#8221; &#8211; Fleischanderl: &#8220;Eben!&#8221;)</p>
<p><strong>Frau Stadler</strong> m&#246;chte zum Ende kommen und findet das ein &#8220;ziemlich einheitliches Urteil&#8221;, da wird sofort widersprochen &#8211; mit Recht! Sie gibt die Zusammenfassung leicht eingeschnappt ab, und <strong>Herr Spinnen</strong> hat ganz Recht, wenn er sagt, es soll ja am Ende keine umfassende Note abgegeben werden. &#8220;Es steht so wie es steht und da m&#252;ssen wir jetzt dr&#252;ber schlafen.&#8221;</p>
<p>Hopplahopp geht es weiter, Clarissa wirkt angefressen, warum hat <strong>Ernst A.</strong> &#252;berhaupt aufgeh&#246;rt?! Das schreit nach einer Online-Petition&#8230; ich will ihn zur&#252;ck!</p></p>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Karl Gustav Ruch</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 11:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vorstellungsvideo: Der schweizer Autor f&#252;hle sich sowohl im Spanischen wie auch im Deutschen zuhause. War fr&#252;her Musiker, studierte dann unter anderem Philosophie und Germanistik. Text: &#8220;Hinter der Wand&#8221; Sowohl der Rhythmus des Textes als auch der melodi&#246;se Vortrag fesseln von Anfang an, wie ich finde. Impressionen aus der Nachbarschaft. Spannende Einblicke in das Leben der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorstellungsvideo: Der schweizer Autor f&#252;hle sich sowohl im Spanischen wie auch im Deutschen zuhause. War fr&#252;her Musiker, studierte dann unter anderem Philosophie und Germanistik.</p>
<p>Text: <strong>&#8220;Hinter der Wand&#8221;</strong></p>
<p>Sowohl der Rhythmus des Textes als auch der melodi&#246;se Vortrag fesseln von Anfang an, wie ich finde.</p>
<p><span id="more-1431"></span></p>
<p>Impressionen aus der Nachbarschaft. Spannende Einblicke in das Leben der Nachbarn des Ich-Erz&#228;hlers. Vornehmlich akustisch und immer fragmentarisch. Lebendig erz&#228;hlt. Einzig die spanische Flucherei k&#246;nnte etwas Abwechslung vertragen. Aber das soll wohl ein Papagei sein. Au&#223;erdem geheimnisvolle Ger&#228;usche aus der Wand, die sich keiner erkl&#228;ren kann. Termiten sollen verantwortlich sein, Rum&#228;nen oder Schwarzafrikaner. Jeder, mit dem der Erz&#228;hler dar&#252;ber zu reden versucht, findet eine andere Erkl&#228;rung. Der Ich-Erz&#228;hler wird langsam paranoid, vermutet einen Gegenlauscher auf der anderen Seite der Wand. Durch die tagebuchartige Konzeption gewinnt die Geschichte an Dichte.</p>
<p><strong>Hr. Sulzer</strong> findet, der Geschichte sei gegen Ende die Luft ausgegangen. Die literarische Aufarbeitung musikalischer Eindr&#252;cke sei nicht gelungen. Seh ich jetzt anders.</p>
<p><strong>Hr. Spinnen</strong> schlie&#223;t sich Hrn. Sulzer an. Wirft dem Autor ein wenig Selbstverliebtheit vor. Vergleicht unentwegt mit <strong>Spitzweg</strong>. Insgesamt nicht gelungen, meint er.</p>
<p><strong>Fr. Fe&#223;mann</strong> fand die Idee hinter der Geschichte gut, die Ausarbeitung dagegen zu schematisch. Nur weil ein Motiv schon dagewesen sei, m&#252;sse eine Wiederholung nicht per se schlecht sein.</p>
<p><strong>Fr. Keller</strong> versucht es wieder vermittelnd. Viel gut, manches schlecht.</p>
<p><strong>Mangold</strong> wird gleich gnadenlos. Die Geschichte sei eine bedeutungslose Zusammenstellung von Klischees und einfach Trivialliteratur.</p>
<p><strong>Jandl</strong> vergleicht den Text mit einer Oper und verteidigt die klischeehafte Ausf&#252;hrung mit dem Verweis auf ihre Funktion.</p>
<p><strong>Spinnen</strong> will jetzt mal nicht spitzfindig werden und wird es dann nat&#252;rlich doch: Nicht jede Ich-Erz&#228;hlung sei eine Rollenprosa.</p>
<p><strong>Fr. Fleischanderl</strong> f&#252;hlt sich in keinster Weise an andere Texte erinnert und fand die Erz&#228;hlung interessant.</p>
<p>F&#252;r mich war die Lesung Karl Gustav Ruchs das vorl&#228;ufige Highlight dieser Veranstaltung. Liebevoll verfasst, mit viel Gef&#252;hl f&#252;r sprachliche Details, einem treibenden Erz&#228;hlrhythmus und einer spannenden Geschichte. Klischees zu vermeiden, w&#228;re im Rahmen dieser Erz&#228;hlung sogar verfehlt gewesen. Es geht um einen allzu neugierigen Ich-Erz&#228;hler, der aus akustischen Fragmenten die vermeintliche Lebenswelt seiner Nachbarn entwirft. Jedes Ger&#228;usch erf&#252;llt eine Funktion und geh&#246;rt zu jemandem. Nur dieses eine Ger&#228;usch&#8230;:)</p>
<p>Mittagspause!</p></p>
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