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	<title>sehrHner. &#187; Biologie</title>
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		<title>Die Entdeckung der Langsamkeit</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 22:08:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DasGen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Alek Pogosyan]]></category>
		<category><![CDATA[Beta-Wellen]]></category>
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		<description><![CDATA[Elektrische Impulse k&#246;nnen Menschen in Zeitlupe versetzen Wissenschaftlern des London University College ist es k&#252;rzlich gelungen mit Hilfe elektrischer Wellen die Bewegungen freiwilliger Versuchsteilnehmer zu verlangsamen. In der Neurologie ist es heute nicht nur m&#246;glich die elektrische Aktivit&#228;t im Gehirn zu messen (EEG), sondern auch auf diese einzuwirken (Transkranielle Wechselstromstimulation, tACS). Das machten sich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Elektrische Impulse k&#246;nnen Menschen in Zeitlupe versetzen</em></p>
<p> <span id="more-1603"></span></p>
<p>Wissenschaftlern des London University College ist es k&#252;rzlich gelungen mit Hilfe elektrischer Wellen die Bewegungen freiwilliger Versuchsteilnehmer zu verlangsamen.<br />
In der Neurologie ist es heute nicht nur m&#246;glich die elektrische Aktivit&#228;t im Gehirn zu messen (EEG), sondern auch auf diese einzuwirken (Transkranielle Wechselstromstimulation, tACS). Das machten sich die Forscher um Alek Pogosyan bei ihrem Versuch zunutze. Sie konzentrierten sich dabei auf Hirnwellen mit der Frequenz 20 Herz, die zu den sogenannten Beta-Wellen z&#228;hlen. Beta-Wellen k&#246;nnen zum einen im REM-Schlaf gemessen werden, dar&#252;ber hinaus treten sie auf, wenn tonische (unbewusste) Kontraktionen stattfinden. Die Tatsache, dass die Beta-Aktivit&#228;t im Gehirn kurz vor dem Ausf&#252;hren einer bewussten Bewegung stark abf&#228;llt, brachte die britischen Forscher auf ihren Versuchsansatz. Sie wollten feststellen, welche Folgen die Aufrechterhaltung der Beta-Aktivit&#228;t w&#228;hrend bewusster Bewegungen hat.</p>
<p>Dazu sollten Versuchsteilnehmer mit einem Joystick einen Punkt auf einem Bildschirm im Inneren eines sich bewegenden Kreises halten. F&#252;hrten die Freiwilligen den Versuch ohne Einwirken der Wissenschaftler durch, konnte – wie erwartet – kurz vor der Bewegungsreaktion ein Abfallen der Beta-Wellen gemessen werden. Als die Forscher jedoch das Nachlassen der Beta-Aktivit&#228;t mit Hilfe von Elektroden am Kopf der Versuchspersonen verhinderten, passierte das Erstaunliche: Zwar konnten die Versuchspersonen weiterhin genauso schnell motorisch reagieren, doch waren ihre Bewegungen stark verlangsamt. Den Wissenschaftlern war es gegl&#252;ckt, die Studienteilnehmer durch Beta-Wellen in Zeitlupe zu versetzen. Dieser Effekt trat jedoch nur dann ein, wenn es sich um bewusste Bewegungen handelte; unbewusste, reflexartige Bewegungen hingegen konnten auf diese Weise nicht beeinflusst werden.</p>
<p>Mit dieser Studie gelang es erstmals, einen Zusammenhang zwischen oszillierender Hirnaktivit&#228;t und motorischen Reaktionen nachzuweisen. In der medizinischen Forschung k&#246;nnten die Ergebnisse bei der Entwicklung von Behandlungsformen f&#252;r die Parkinsonkrankheit helfen. Die erh&#246;hte Beta-Aktivit&#228;t, die bei Parkinsonkranken auftritt, k&#246;nnte m&#246;glicherweise die Ursache f&#252;r die verlangsamten Bewegungen der Betroffenen sein.</p></p>
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		<title>Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 22:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DasGen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Charan Ranganath]]></category>
		<category><![CDATA[Deborah Hannula]]></category>
		<category><![CDATA[Hippokampus]]></category>
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		<description><![CDATA[Von den Augen ablesen, was jemand wei&#223;. Was klingt, als w&#228;re es aus einem Science-Fiction Roman entlehnt, ist amerikanischen Forschern nun gelungen. Versucht man, sich bewusst an etwas Vergangenes zu erinnern, ist bei diesem Prozess der Hippokampus von entscheidender Bedeutung. Welche Rolle dieser Hirnregion dabei aber genau zugeschrieben werden kann, wird in Fachkreisen kontrovers diskutiert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von den Augen ablesen, was jemand wei&#223;. Was klingt, als w&#228;re es aus einem Science-Fiction Roman entlehnt, ist amerikanischen Forschern nun gelungen.</em></p>
<p> <span id="more-1600"></span></p>
<p>Versucht man, sich bewusst an etwas Vergangenes zu erinnern, ist bei diesem Prozess der Hippokampus von entscheidender Bedeutung. Welche Rolle dieser Hirnregion dabei aber genau zugeschrieben werden kann, wird in Fachkreisen kontrovers diskutiert. Eine Theorie besagt, dass selbst wenn ein Mensch sich nicht bewusst an etwas erinnern kann, der Hippokampus nichtsdestotrotz die richtige Information weitergibt.</p>
<p>Um dieser Theorie genauer auf den Grund zu gehen, f&#252;hrten die beiden Doktorinnen Deborah Hannula und Charan Ranganath an der Universit&#228;t von Kalifornien eine Studie durch. Sie zeigten Versuchspersonen verschiedene Szenen, jeweils zeitgleich mit dem Bild eines Gesichtes. Die Studienteilnehmer sollten sich diese Paare aus einer Szene und einem Gesicht einpr&#228;gen. Zu einem sp&#228;teren Zeitpunkt wurden den Teilnehmer die Szenen erneut gezeigt und sie sollten jeweils aus drei Gesichtern das Gesicht ausw&#228;hlen, das zuvor mit der Szene assoziiert war. W&#228;hrend die Versuchspersonen sich bem&#252;hten, sich das richtige Gesicht in Erinnerung zu rufen, wurde ihre Hirnaktivit&#228;t mittels Magnetresonanztomografie (MRT) &#252;berwacht. Dar&#252;ber hinaus wurde auch die Bewegung ihrer Augen w&#228;hrend des Erinnerungsprozesses aufgezeichnet.</p>
<p>Von der Augenbewegung der Studienteilnehmer konnten die Wissenschaftler nun geradezu ablesen, welches das richtige Gesicht war. Denn der Blick der Teilnehmer richtete sich meist l&#228;nger auf das gesuchte Bild als auf die beiden anderen. Noch erstaunlicher waren die Ergebnisse der MRT: Die Hippokampus-Aktivit&#228;t spiegelte die Tendenz der Teilnehmer wider, das vorher mit der Szene verbundene Gesicht anzusehen. Selbst wenn sie nicht im Stande waren, das richtige Gesicht zu identifizieren, h&#228;tte man es doch anhand ihrer Hippokampus-Aktivit&#228;t ausmachen k&#246;nnen. Die Wissenschaftler konnten den Teilnehmern die richtige Antwort also sprichw&#246;rtlich von den Augen ablesen.</p>
<p>Dass sich manche Teilnehmer – obwohl die Erinnerung an das richtige Gesicht offensichtlich vorlag &#8211;  f&#252;r ein falsches Bild entschieden, erkl&#228;ren m&#246;glicherweise die weiteren Ergebnisse der Studie: Die Aktivit&#228;t des pr&#228;frontalen Cortex &#8211; einer Hirnregion, die bei der Entscheidungsfindung eine bedeutende Rolle spielt – spiegelte wider, ob sich die Teilnehmer richtig oder falsch entschieden hatten. Zudem hatte die Kommunikation zwischen dem Hippokamus und dem pr&#228;frontalen Cortex zugenommen, wenn sich die Teilnehmer f&#252;r das richtige Gesicht entschieden hatten. Nicht aber wenn die Teilnehmer mit ihrer Entscheidung daneben lagen.</p>
<p>Erinnerungen scheinen demnach auch dann unbewusst vorzuliegen, wenn wir selbst nicht mehr bewusst auf sie zugreifen k&#246;nnen. M&#246;glicherweise liegt eine falsche Erinnerung „nur“ daran, dass die Kommunikation zwischen den betreffenden Hirnregionen nicht ungest&#246;rt abl&#228;uft.</p></p>
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		<title>Genetik: Kann transgener Fisch die &#220;berfischung der Meere stoppen?</title>
		<link>http://sehrhner.de/2009/09/genetik-kann-transgener-fisch-die-ueberfischung-der-meere-stoppen/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 12:46:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DasGen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Fredrik Sundström]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[transgen]]></category>
		<category><![CDATA[transgene Fische]]></category>
		<category><![CDATA[Zebrafische]]></category>

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		<description><![CDATA[J&#228;hrlich werden weit &#252;ber 100 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfr&#252;chte konsumiert. Um die Pl&#252;nderung der Meere aufzuhalten, forschen Wissenschaftler weltweit an schnell wachsendem, transgenem Fisch. Doch die genetisch manipulierten Tiere werfen neue Probleme auf Das Ziel klingt verf&#252;hrerisch: Fisch so zu manipulieren, dass er nicht nur schneller w&#228;chst als herk&#246;mmliche Arten, sondern zudem gegen Krankheitserreger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>J&#228;hrlich werden weit &#252;ber 100 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfr&#252;chte konsumiert. Um die Pl&#252;nderung der Meere aufzuhalten, forschen Wissenschaftler weltweit an schnell wachsendem, transgenem Fisch. Doch die genetisch manipulierten Tiere werfen neue Probleme auf</em></p>
<p><span id="more-1530"></span></p>
<p>Das Ziel klingt verf&#252;hrerisch: Fisch so zu manipulieren, dass er nicht nur schneller w&#228;chst als herk&#246;mmliche Arten, sondern zudem gegen Krankheitserreger resistent und dar&#252;ber hinaus noch unempfindlich gegen&#252;ber K&#228;lte ist. Die M&#246;glichkeiten der Gentechnik lassen heutzutage diese noch vor nicht allzu langer Zeit utopischen W&#252;nsche Wirklichkeit werden. Dabei geht man mittlerweile soweit, nicht nur die Gene der jeweiligen Art zu ver&#228;ndern, sondern in die Tiere oder Pflanzen artfremde – bisweilen auch menschliche &#8211; Gene einzuf&#252;hren. Wird ein Organismus mit Genen einer anderen Art ausgestattet, bezeichnet man ihn als transgen.</p>
<p><strong>Transgener Fisch zur Rettung der Wildbest&#228;nde?</strong></p>
<p>Wissenschaftler rund um den Globus arbeiten daran transgene Fische zu erzeugen, die der steigenden Nachfrage der Verbraucher gerecht werden k&#246;nnen. Neben Forellen und Karpfen liegt das Interesse der Forscher vor allem bei atlantischem Lachs.<br />
Im Jahr 2005 wurden weltweit &#252;ber 93 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfr&#252;chte gefangen, zudem knapp 50 Millionen Tonnen in Aquakulturen erzeugt (Quelle: <a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=ZnRwOi8vZnRwLmZhby5vcmcvZmkvc3RhdC9zdW1tYXJ5L3N1bW1fMDUvYS0wYS5wZGY=" target=\"_blank\">Food and Agriculture Organization</a>). Eine schnelle und problemfreie Zucht transgener Tiere soll nun die &#220;berfischung der Meere verlangsamen, wenn nicht gar stoppen.</p>
<p><strong>Gentechnik im Aquarium</strong></p>
<p>&#214;ffentlich vermarktet wurden bisher lediglich transgene Zebrafische. Die von der Universit&#228;t Singapur entwickelten fluoreszierenden Tiere sind in Taiwan seit Mitte 2003 erh&#228;ltlich. In den USA k&#246;nnen sich Aquaristen seit 2004 an sogenanntem „GloFish“ erfreuen; Ebenfalls Zebrafische, die dank eines Gens der Seeanemone bei Lichteinfall leuchten.</p>
<p><strong>Transgener Fisch: Eine Bedrohung nat&#252;rlicher Fischbest&#228;nde?</strong></p>
<p>Nun wird auch die kommerzielle Zucht transgener Fische f&#252;r den weltweiten Konsum nicht mehr lange auf sich warten lassen. Um die m&#246;glichen Risiken einsch&#228;tzen zu k&#246;nnen, forschten Wissenschaftler der Universit&#228;t G&#246;teborg im Auftrag der EU an den transgenen Tieren. Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf den Auswirkungen, die die ungewollte Freisetzung der transgenen Fische auf die nat&#252;rlichen Fischbest&#228;nde haben kann. Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend: Es sollte davon ausgegangen werden, dass transgener Fisch – wird er einmal in die Umwelt entlassen – die vorhandenen, nicht genetisch manipulierten Fische verdr&#228;ngt. Diese Folge w&#228;re nur allzu logisch, schlie&#223;lich wurde der transgene Fisch ja gerade dazu gez&#252;chtet, widerstandsf&#228;higer zu sein als die nat&#252;rlichen Artgenossen.</p>
<p><strong>Neue Eigenschaften mit unerw&#252;nschtem Nebeneffekt</strong></p>
<p>Die artfremden Gene, mit denen transgene Fische ausgestattet sind, helfen ihnen bspw. k&#228;ltere Temperaturen zu tolerieren. K&#228;lteeinbr&#252;che, die herk&#246;mmliche Fischbest&#228;nde bedrohen, sind f&#252;r die gentechnisch ver&#228;nderten Tiere kaum ein Problem. Das schnellere Wachstum der transgenen Fische verschafft ihnen zudem Vorteile im Konkurrenzkampf um Nahrung und Lebensraum. Und schlie&#223;lich sind nat&#252;rlich vorkommende Fische durch Krankheiten und Gifte bedroht, die den manipulierten Fischen dank ihrer zus&#228;tzlichen Gene h&#228;ufig nichts anhaben k&#246;nnen. F&#252;r die Verbraucher kommt durch eben diese Ver&#228;nderung noch ein weiteres Problem hinzu: Da der transgene Fisch gegen manche Gifte resistent ist, k&#246;nnen sich diese im Organismus unbehelligt ansammeln. Der Konsument nimmt am Ende diese Pestizide beim Verzehr des Fisches auf.</p>
<p><strong>Trasgenen Fisch mit Vorsicht genie&#223;en</strong></p>
<p>Auch wenn transgen erzeugter Fisch die Hoffnung birgt, die nat&#252;rlichen Fischbest&#228;nde vor &#252;berm&#228;&#223;iger Befischung zu sch&#252;tzen, sollte diese moderne Form der Zucht mit Vorsicht betrieben werden. Die Wissenschaftler um Fredrik Sundstr&#246;m der Universit&#228;t G&#246;teborg raten deshalb dazu, transgenen Fisch ausschlie&#223;lich in streng kontrollierten Aquakulturen im Landesinneren zu z&#252;chten.</p></p>
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		<title>Epigenetik</title>
		<link>http://sehrhner.de/2009/07/epigenetik/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 17:06:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DasGen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[DNA]]></category>
		<category><![CDATA[Epigenetik]]></category>
		<category><![CDATA[epigenetische Marker]]></category>
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		<category><![CDATA[RNA-Interferenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Da zur Zeit die Epigenetik ein ganz hei&#223;es Thema zu sein scheint, hier ein paar Fakten zu diesem Fachgebiet, damit man auch als Laie verstehen kann, worum es dabei geht. 10 Fakten zur Epigenetik 1) Was ist Epigenetik? Lange Zeit dachte man, die Genetik, deren Forschungsschwerpunkt die DNA darstellt, k&#246;nne alle Fragen nach den Abl&#228;ufen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Da zur Zeit die Epigenetik ein ganz hei&#223;es Thema zu sein scheint, hier ein paar Fakten zu diesem Fachgebiet, damit man auch als Laie verstehen kann, worum es dabei geht.</em>
<p><strong>10 Fakten zur Epigenetik</strong></p>
<p><strong>1) Was ist Epigenetik?</strong><br />
Lange Zeit dachte man, die Genetik, deren Forschungsschwerpunkt die DNA darstellt, k&#246;nne alle Fragen nach den Abl&#228;ufen der Vererbung beantworten. Mittlerweile konnte mehrfach nachgewiesen werden, dass nicht allein die Ausstattung mit Genen &#252;ber Aussehen, m&#246;gliche Krankheiten und anderes bestimmt. Die Epigenetik verspricht Licht in so manches Vererbungsr&#228;tsel zu bringen. Die noch relativ junge Forschungsrichtung untersucht Mechanismen, die die Genregulation und Genexpression steuern. Also diejenigen Vorg&#228;nge, die dar&#252;ber entscheiden, welche Gene tats&#228;chlich aktiv sind bzw. ungenutzt bleiben.</p>
<p><span id="more-1523"></span></p>
<p><strong>2) Seit wann gibt es die Epigenetik?</strong><br />
Die Epigenetik ist ein verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig junges Untersuchungsgebiet. Der britische Biologe Conrad Hal Waddington (1905-1975) gilt heute als Begr&#252;nder dieser Forschungsrichtung. Er definierte 1942 erstmals den Begriff „Epigenetik“. </p>
<p><strong>3) Welche Mechanismen liegen der Epigenetik zugrunde?</strong><br />
Es gibt verschiedene Wege auf denen epigenetische Faktoren die Umsetzung der Gene regulieren. Zum einen sorgen Methylgruppen daf&#252;r, dass bestimmte Abschnitte der DNA besser, schlechter oder gar nicht zug&#228;nglich sind. Zum anderen k&#246;nnen bestimmte Eiwei&#223;e, sogenannte Histonproteine, um die die DNA gewickelt ist, ver&#228;ndert werden. Beide Vorg&#228;nge sorgen daf&#252;r, dass die betroffenen Gene h&#228;ufiger, seltener oder gar nicht umgesetzt werden. Die sogenannte RNA-Interferenz setzt an einem sp&#228;teren Zeitpunkt der Genregulation an. Durch diesen Mechanismus werden bereits entstandene Proteinvorlagen (Boten-RNA) abgefangen und das Entstehen der entsprechenden Eiwei&#223;e wird verhindert. </p>
<p><strong>4) Welche Bedeutung kommt epigenetischen Faktoren zu?</strong><br />
Das Epigenom, also die Summe der epigenetischen Faktoren, ist nicht nur in der Entwicklung eines Lebewesens von entscheidender Bedeutung, sondern reguliert nach heutigem Forschungsstand auch im Laufe des Lebens viele relevante Vorg&#228;nge.</p>
<p><strong>5) Kann sich das Epigenom im Laufe des Lebens ver&#228;ndern?</strong><br />
Die Faktoren, die das Epigenom eines Lebewesens ausmachen, sind keineswegs starre Gebilde. Heute wei&#223; man, dass bspw. Methylierungen einem st&#228;ndigen Wandel unterzogen sein k&#246;nnen. Sie k&#246;nnen bedingt durch Umwelteinfl&#252;sse neu entstehen oder an anderer Stelle wieder abgebaut werden. Neben der Ern&#228;hrung scheinen u.a. auch psychische Faktoren Ver&#228;nderungen im Epigenom ausl&#246;sen zu k&#246;nnen. </p>
<p><strong>6) K&#246;nnen epigenetische Marker vererbt werden?</strong><br />
Im Jahr 1999 konnte die Biologin Emma Whitelaw nachweisen, dass das Epigenom vererbt wird. Dies ist insofern wenig verwunderlich, als die DNA in Form von Chromosomen vererbt wird. Methylgruppen und Histonproteine sind Bestandteil der Chromosomen und werden somit an die Nachkommen weitergegeben. Inzwischen ist zudem bekannt, dass die Vererbung der epigenetischen Marker nicht bei den direkten Nachkommen halt macht, sondern sich &#252;ber mehrere Generationen fortsetzen kann.</p>
<p><strong>7) Haben epigenetische Faktoren Einfluss auf die Entstehung von Krebs?</strong><br />
Die Entstehung von Krebs kann eine bis heute nicht abschlie&#223;end &#252;berblickte Vielzahl von Ursachen haben. Studien konnten belegen, dass es h&#228;ufig dann zu Krebs kommt, wenn die regul&#228;re Teilung der Zellen gest&#246;rt ist. In einem gesunden Organismus sorgen bestimmte Gene f&#252;r die Kontrolle der Zellteilung. Methylierungen an diesen Genen k&#246;nnen diese inaktivieren und zu unkontrollierten Zellwucherungen – Krebs – f&#252;hren. Andersherum k&#246;nnen Zellen, die die Entstehung von Krebszellen verhindern, durch Methylgruppen blockiert sein. Das in Gr&#252;nem Tee enthaltene Epigallocatechin-3-gallat (EGCG) bspw. scheint daf&#252;r zu sorgen, dass eben diese Zellen wieder aktiviert werden.</p>
<p><strong>8) Welche Bedeutung hat die Epigenetik f&#252;r heute weit verbreitete Krankheiten?</strong><br />
Die Erkenntnis, dass epigenetische Faktoren auf weitere Generationen vererbt werden k&#246;nnen, f&#252;hrte zwangsl&#228;ufig zur Vermutung, dass die Ursache mancher Krankheit im Epigenom zu suchen ist. Trotz komplexer Vererbungsmuster konnte bspw. in vielen F&#228;llen ein Zusammenhang zwischen schlechten Ern&#228;hrungsbedingungen der Eltern und einem Auftreten von Diabetes in der Folgegeneration festgestellt werden. Bei M&#228;usen zeigte sich, dass eine Unterern&#228;hrung der Elterngeneration sich &#252;ber Generationen in Form von diabetischen Erkrankungen &#228;u&#223;ern kann.</p>
<p><strong>9) Wie kann man das Epigenom untersuchen?</strong><br />
Die Wissenschaft ist heute mit verschiedenen Methoden ausger&#252;stet, die die Untersuchung epigenetischer Komponenten erm&#246;glichen. Dabei ist weniger die DNA selbst im Blickpunkt der Forschung, als vielmehr die aus der DNA entstandenen Eiwei&#223;e. Durch molekulare Verfahren werden alle diese Genprodukte in einer Zelle sichtbar gemacht. Vergleicht man nun die Genprodukte von Eltern und Nachkommen, k&#246;nnen epigenetische Ver&#228;nderungen sichtbar gemacht werden.</p>
<p><strong>10) Ist der epigenetische Code bereits entschl&#252;sselt?</strong><br />
Obwohl man heute bereits vieles &#252;ber das Epigenom wei&#223;, steckt die Epigenetik noch in den Kinderschuhen. Die Entschl&#252;sselung der epigenetischen Faktoren stellt die Wissenschaft vor keine leichte Aufgabe. Die unz&#228;hligen beteiligten Komponenten zu einem verst&#228;ndlichen Bild zusammenzusetzen, wird weitere Jahre der Forschung beanspruchen und mag sich m&#246;glicherweise noch komplizierter darstellen als die Entschl&#252;sselung des genetischen Codes.</p></p>
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