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	<title>sehrHner. &#187; gv</title>
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		<title>Wie ist das denn eigentlich mit der Gentechnik &#8230;?</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Apr 2009 14:10:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DasGen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nur wo Gentechnik draufsteht, ist auch Gentechnik drin. Stimmt nicht unbedingt! Lebensmittel aus gentechnisch ver&#228;nderten Organismen sind heute schon Alltag in deutschen Superm&#228;rkten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 1990 gibt es in Deutschland ein Gentechnikgesetz, das den Umgang mit Gentechnik regelt. Doch das muss, um mit der gentechnischen Forschung Schritt zu halten, immer wieder angepasst werden. Die j&#252;ngste Gesetzes&#228;nderung wurde Ende Januar im Bundestag beschlossen. Unter anderem soll die neue Kennzeichnung &#8220;Ohne Gentechnik&#8221; die Orientierung f&#252;r den Verbraucher vereinfachen. Was wird sich durch das neue Gentechnikgesetz &#228;ndern? In welchen Produkten muss der Verbraucher mit Gentechnik rechnen? Ist es &#252;berhaupt noch m&#246;glich, sich gentechnikfrei zu ern&#228;hren?<span id="more-28"></span></p>
<p>Seit im Jahre 1996 in den USA die ersten gentechnisch ver&#228;nderten (gv-)Pflanzen angebaut wurden, ist die Anbaufl&#228;che weltweit auf 102 Millionen Hektar angewachsen. Zum Vergleich: Deutschland ist 35,7 Millionen Hektar gro&#223;. Die wirtschaftlich bedeutsamsten gv-Pflanzen sind Baumwolle, Soja, Mais und Raps. Heute liegt beispielsweise der Anteil des gv-Soja an der Weltproduktion bereits bei etwa 60 Prozent.</p>
<p>Um die Verbraucher dar&#252;ber zu informieren, inwiefern sie mit gentechnisch ver&#228;nderten Produkten in Ber&#252;hrung kommen, gelten schon seit 2004 neue Vorschriften zur Kennzeichnung von gv-Produkten: Demnach sind Lebensmittel, Zutaten und Zusatzstoffe dann zu kennzeichnen, wenn es sich dabei um gentechnisch ver&#228;nderte Organismen (GVOs) handelt, oder die Produkte aus GVOs hergestellt wurden. Dabei ist nicht von Bedeutung, ob die GVOs in den Lebensmitteln nachweisbar sind. Die EU-Gesetzgebung gilt nat&#252;rlich auch f&#252;r Deutschland, jedoch sind viele Details durch das deutsche Gentechnikgesetz strenger geregelt als von der EU vorgegeben.</p>
<h2 class="subHead">Wo steckt Gentechnik drin?</h2>
<p>Kaufe ich schon heute im Supermarkt gv-Obst und Gem&#252;se? Die Antwort lautet ganz klar: Nein! Pflanzen, die direkt zum Verzehr dienen, sind in Deutschland heute nach wie vor gentechnik-frei. Anders steht es um Fertigprodukte, in denen eine Vielzahl von Pflanzenstoffen verarbeitet wurde. Beispielsweise enthalten viele Lebensmittel Zutaten aus Soja-Rohstoffen: &#214;l in Margarine, Lecithin in Schokolade, Keksen und Eis, Sojaeiwei&#223; in Fertigprodukten oder aus Sojabohnen extrahiertes Vitamin E.</p>
<p>Die EU f&#252;hrt j&#228;hrlich etwa 70 Prozent ihres Sojabedarfs aus L&#228;ndern wie den USA und Argentinien ein. Dort werden gv- und herk&#246;mmliche Sojabohnen nicht von einander getrennt. Die Folge: Es ist davon auszugehen, dass alle Produkte, die aus Sojabohnen gewonnen werden, zu einem gewissen Anteil aus gv-Sorten stammen. &#196;hnliches gilt f&#252;r Mais, der in Form von St&#228;rke als Traubenzucker oder Glukosesirup besonders in s&#252;&#223;en Produkten enthalten ist. Vor allem bei importierten Waren muss auch hier damit gerechnet werden, dass sie zumindest teilweise aus gv-Mais stammen.</p>
<p>In der EU m&#252;ssen heute Produkte klar mit dem Hinweis &#8220;gentechnisch ver&#228;ndert&#8221; gekennzeichnet werden, wenn der Anteil an gv-Rohstoffen an der Gesamtmenge &#252;ber 0,9 Prozent liegt. Heute wird dieser Schwellenwert nur sehr selten &#252;berschritten.</p>
<h2 class="subHead">Gentechnik in tierischen Produkten</h2>
<p>Soja, Mais und Raps dienen haupts&#228;chlich als Futtermittel. Und ohne den Import gro&#223;er Mengen an Futtermitteln w&#228;re die Fleischerzeugung in der EU auf derzeitigem Niveau nicht m&#246;glich. So h&#228;lt die Gentechnik &#252;ber den Umweg der tierischen Produkte Einzug in die Superm&#228;rkte. Wissenschaftliche Untersuchungen mehrerer L&#228;nder zeigten, dass gv-Futtermittel in den Endprodukten &#8211; also Fleisch, Milch und Eier &#8211; nicht nachweisbar sind.</p>
<p>Doch der Verbraucher sollte sich auch &#252;ber indirekte Gentechnik in tierischen Produkten informieren k&#246;nnen. In Zukunft k&#246;nnen in Deutschland tierische Erzeugnisse als &#8220;gentechnikfrei&#8221; gekennzeichnet werden, wenn die Tiere &#252;ber einen gewissen Zeitraum mit konventionellen Futtermitteln gef&#252;ttert wurden.</p>
<p>Viele gro&#223;e Lebensmittelhersteller k&#246;nnen und wollen nicht auf gv-Futtermittel verzichten. Andere Hersteller wiederum geben dem Druck der deutschen Konsumenten &#8211; die gv-Produkten gegen&#252;ber mehrheitlich skeptisch eingestellt sind &#8211; nach und achten auf eine gv-freie Herstellung tierischer Produkte. Eine Auflistung der gv-freien Produzenten findet sich im<em> <a href="http://sehrhner.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2RlLmVpbmthdWZzbmV0ei5vcmcvZG93bmxvYWQvMjY1MzMvMjY1MzlfUmF0Z2ViZXJFc3Nlbm9obmVHZW50ZWNobmlrMTBBdWZsYWdlU2VwdC5wZGY/UEhQU0VTU0lEPWM1MjViMDUyNGExYjJjNTI2YTJhNjcwOTFkYTQyNzVm" target=\"_blank\">Greenpeace-Ratgeber zum gentechnikfreien Einkaufen</a></em>.</p>
<h2 class="subHead">Versteckte Gentechnik in Zusatzstoffen</h2>
<p>Was bleibt, sind Zusatzstoffe und Enzyme, die mithilfe von gv-Mikroorganismen gewonnen werden. Bedeutend sind hier Aminos&#228;uren, die als Futtermittelzusatz oder Geschmacksverst&#228;rker (Glutamat) eingesetzt werden, sowie Vitamine (V12, V2, VC). Die gewonnenen Zusatzstoffe werden jedoch gereinigt, enthalten daher keine Reste der gv-Mikroorganismen und sind somit durchaus als gesundheitlich unbedenklich einzustufen. Diese Stoffe werden auch zuk&#252;nftig nicht kennzeichnungspflichtig sein.</p>
<p>Wer sich als Verbraucher gegen Gentechnik entschieden hat, dem ist zu raten, auf Lebensmittel mit dem Europ&#228;ischen Biosiegel bzw. Lebensmittel der Bio-Anbauverb&#228;nde zur&#252;ckzugreifen. F&#252;r Bio-Produkte ist Gentechnik tabu. Zuf&#228;llige Verunreinigungen sind aber auch hier nicht ganz auszuschlie&#223;en. Gv-Mais muss beispielsweise zuk&#252;nftig mindestens 300 Meter von Bio-Mais entfernt angepflanzt werden. Studien ergaben, dass so ein Anteil von 0,1 Prozent gv-Mais in Bio-Mais enthalten sein kann. Es wird f&#252;r Verbraucher trotz &#214;ko-Siegel also immer schwerer, sich vollkommen gentechnik-frei zu ern&#228;hren.</p>
<p>F&#252;r den Verbraucher ist es schwer, nicht mit gentechnisch ver&#228;nderten Produkten in Ber&#252;hrung zu kommen. Doch die meisten Deutschen wollen keine Gentechnik in Lebensmitteln. Die Weichen f&#252;r den zuk&#252;nftigen Umgang mit der gr&#252;nen Gentechnik werden heute gestellt.</p>
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