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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Caterina Satanik</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 19:34:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Caterina Satanik im Portrait: beschreibt Regen&#8221;lacken&#8221;, ist vom Religi&#246;sen fasziniert, oweiowei! Beschreibt das Schreiben, steigert sich in Personen hinein, die was Grenzwertiges haben, dann kommen noch viele Plattit&#252;den&#8230; Sie liest &#8220;leben ist anders&#8221;, Catarina wirkt aufgeregt; Hund, Lefzen, ein Mann hat ihn weggenommen; Kleinschreibung im schriftlichen Text, mag ich nicht so&#8230; &#8221;sein rechtes handgelenk steckt in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Caterina Satanik</strong> im Portrait: beschreibt Regen&#8221;lacken&#8221;, ist vom Religi&#246;sen fasziniert, oweiowei! Beschreibt das Schreiben, steigert sich in Personen hinein, die was Grenzwertiges haben, dann kommen noch viele Plattit&#252;den&#8230;</p>
<p>Sie liest &#8220;leben ist anders&#8221;, Catarina wirkt aufgeregt;</p>
<p>Hund, Lefzen, ein Mann hat ihn weggenommen; Kleinschreibung im schriftlichen Text, mag ich nicht so&#8230; &#8221;<span>sein rechtes handgelenk steckt in einem seil, an dessen anderem ende der hundekopf befestigt ist&#8221;</span>&#8230; nene, das mag ich nicht&#8230; Ich finde, dass die Sprache des Textes schon nach den ersten S&#228;tzen v&#246;llig uneinheitlich ist; aber die &#246;sterreichischen Ausdr&#252;cke finde ich nett, sowas erinnert mich immer an meine Christiane N&#246;stlinger-Phase; angesprochenes Du im Text; Beschreibungen, Beschreibungen, Beschreibungen, warum nicht mal einen Text ohne? (oder wenigstens ohne erkennbare); jetzt kommen Klischees, altbekannte Bilder und Formulierungen; nein, ich f&#252;rchte da kommt nichts allzu Aufregendes mehr&#8230;</p>
<p><strong>Die Jury</strong>: <strong>Meike Fe&#223;mann</strong> hat der Text gut gefallen, aber sie kann nicht leicht sagen, warum eigentlich. Vielleicht, weil eine verlassenen Frau das beste aus seiner Abwesenheit macht&#8230;; f&#252;hlt sich an Freud und Lasker-Sch&#252;ler erinnert;</p>
<p><span id="more-1490"></span></p>
<p><strong>Mangold</strong>: nah am Kolloquialen gehalten, meint der Text ist liebensw&#252;rdig, weil er nicht nur die Notwendigkeiten erz&#228;hlt, bef&#252;rchtet aber, dass man sich manchmal zu leicht im Text erkennen kann; <strong>Jandl</strong>: Heimwerkerei als fehlgeleitete m&#228;nnliche Z&#228;rtlichkeit; findet weibliches Element im Text gut und findet den Text witzig?! <strong>Sulzer</strong>: wunderbarer Text, unendlicher Redefluss, Rollenprosa, ja ja; hier werde alles erz&#228;hlt, durch Sprache, das sei doch, was in den anderen Texten vermisst wird; h&#228;tte aber den Vortrag nicht gebraucht, ja, ich auch nicht, nach einem Blick in den nur geschriebenen Text sagt mir das auch eher zu; <strong>Sulzer</strong> findet, es geht eine leichte Bedrohlichkeit von diesem &#8220;Kerl&#8221; aus (der muss die Sachen erst kaputt machen, damit er wei&#223;, dass sie ganz gewesen sind); grunds&#228;tzlich steht er dem Text aber mit ungeteilter Begeisterung gegen&#252;ber; </p>
<p>Auch <strong>Ijoma</strong> ist sich sicher, dass die Protagonistin wieder einen Neuen finden wird; <strong>Frau Keller</strong> h&#246;rt ein melancholisches Ich, das sich an Hilfsinstanzen wendet von denen es sich Plattit&#252;den verkaufen l&#228;sst, die es nicht hinterfragt (doch, doch, Frau Kellers auff&#228;lligste Eigenschaft ist diese gro&#223;w&#246;rtrige Paraphrasierung des Inhalts); m&#246;glicherweise sei diese Perspektive eine Sackgasse; <strong>Herr Sulzer</strong> findet das grade sch&#246;n, dass es keine andere Perspektive gibt, er hat jetzt genug vom deutsch-deutschen Hintergrund;</p>
<p><strong>Frau Fleischanderl</strong> aber st&#246;&#223;t sich am Umgangssprachlichen; das sei ihr zu 1:1 nachgebildet, sie meint man muss Umgangssprache mit K&#252;nstlichkeit nachempfinden &#8211; aber warum denn? <strong>Frau Fe&#223;mann</strong> m&#246;chte darauf hinweisen, dass die Figur weder dumm noch d&#252;mmlich ist, sondern naiv, <strong>Jandl</strong> kontert da mit philosophischen S&#228;tzen der Figur;</p>
<p><strong>Spinnen</strong> will f&#252;r die zeitgen&#246;ssische Umgangssprache die gleiche Lizenz wie f&#252;r die avantgardistische, n&#228;mlich die, daraus literarisch Kapital zu schlagen; er meint die Figur ringt um Naivit&#228;t, damit ihr nicht das Herz gebrochen wird; und er hat eine &#8220;ganz, ganz gro&#223;e Verletzung&#8221; gesp&#252;rt, beim Lesen; <strong>Mangold</strong> fand den Text beim ersten Lesen interessanter als beim Vortrag jetzt, meint aber auch &#252;berhaupt, dass man den Text nur einmal lesen muss; ja doch, den Eindruck hatte ich aber auch; <strong>Frau Fe&#223;mann</strong> macht dann noch auf die Beziehung zwischen den dreitgeteilten Fenstern und der Dreiecksgeschichte Mann-Frau-Hund aufmerksam; interessant.</p>
<p>Was ich jetzt aber schon vermisst habe, ist, dass sich niemand &#8211; wenigstens <strong>Sulzer</strong> h&#228;tte doch da in <strong>Corinos</strong> Fu&#223;stapfen treten k&#246;nnen, durch die falsche Anzahl an genannten Spinnenbeinen gest&#246;rt gef&#252;hlt hat;</p>
<p>So, das war es also.</p>
<p>Noch ein kurzes Gespr&#228;ch mit einer Lektorin, dann bringt 3Sat auch schon einen Beitrag &#252;ber Sch&#228;dlingsbek&#228;mpfer;</p>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Katharina Born</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 13:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spooked</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Katharina Born: im Portrait: abgebranntes Haus, Schriftstellertochter, bei ihr passiert dauernd was; Liest &#8220;Fifty Fifty&#8220;, oh, dramatische Stimme, Aff&#228;ren eines Ehemannes enden, nachdem die Tochter weggegangen ist&#8230; den Text lesen, den Vortrag ignorierend, ist besser; R&#252;ckblick; ein dickes M&#228;dchen namens &#8220;das Gertrud&#8221;; Ingeborg im Text&#8230;; ich wei&#223; nicht genau, was passiert, habe aber ganz leichtes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Katharina Born</strong>: im Portrait: abgebranntes Haus, Schriftstellertochter, bei ihr passiert dauernd was;</p>
<p>Liest &#8220;<strong>Fifty Fifty</strong>&#8220;, oh, dramatische Stimme, Aff&#228;ren eines Ehemannes enden, nachdem die Tochter weggegangen ist&#8230; den Text lesen, den Vortrag ignorierend, ist besser; R&#252;ckblick; ein dickes M&#228;dchen namens &#8220;das Gertrud&#8221;; Ingeborg im Text&#8230;; ich wei&#223; nicht genau, was passiert, habe aber ganz leichtes Interesse;</p>
<p>Ab der zweiten H&#228;lfte ungef&#228;hr l&#228;sst mein Interesse nach, es kommt nichts, was das vorhergegangene rechtfertigt; nur das Verschwinden des Gertruds bleibt r&#228;tselhaft; ist das gro&#223;e Symbolik, die sich mir verschlie&#223;t? Der Rest des Textes l&#228;sst diese Vermutung aber nicht unbedingt zu&#8230; es wird banal; </p>
<p><strong>Clarissa Stadler</strong> vergaloppiert sich und erkl&#228;rt diese zur letzten Lesung&#8230;, korrigiert sich nach Zurechtweisung;</p>
<p><span id="more-1484"></span></p>
<p>Jetzt aber <strong>Herr Sulzer</strong>: ein Lektor m&#252;sse da wohl die Autorin auf verschiedene Ungereimtheiten aufmerksam machen; der Anspruch des Textes sei es, dass er hochrealistisch ist, aber z.B.: H&#228;ufung von toten Hunden oder Hunden mit Nahtoderfahrung sei nicht normal und die 19-j&#228;hrige Judith soll einen bekannten Autor aus ihrer Muttersprache &#252;bersetzen? Findet <strong>Sulzer</strong> h&#246;chst unrealistisch; er k&#246;nnte noch weiter auf Details rumreiten, die ihm sauer aufgesto&#223;en sind, sagt er; so, <strong>Paul Jandl</strong> aber sieht grade die &#252;berfahrenen Hunde als H&#246;hepunkte des Textes (und der Schlusssatz &#8220;Ich bin schwanger&#8221; f&#228;hrt ihm in die Magengrube);</p>
<p> </p>
<p><strong>Frau Fe&#223;mann</strong> diskutiert kurz mit <strong>Sulzer</strong> &#252;ber die Hunde, (ich habe den Eindruck, dass sie und Sulzer zwar meist nicht ganz &#252;bereinstimmen, aber die sind wenigstens in der Lage, sich miteinander zu unterhalten, also man denkt, dass sie das wollen), <strong>Fe&#223;mann</strong> aber: Text unglaublich beweglich, findet sie gut, auch dass es um die Schwierigkeit von zwischenmenschlichen Beziehungen geht, und den erotischen Unterton, den noch kein anderer Text hatte (beim Wettbewerb), und dann noch die Mutter-Tochter-Beziehung; <strong>Frau Stadler</strong> nutzt die Gelegenheit, kurz <strong>Jandls</strong> erotische Anspr&#252;che zu diskriminieren; und <strong>Frau Keller </strong>wurde vom Text angeregt &#252;ber die dargestellten verfehlten Leben nachzudenken;</p>
<p><strong>Herr Spinnen</strong> antwortet mit einem &#8220;klaren Ja&#8221; auf <strong>Frau Stadlers</strong> Frage, ob es ein Milieutext ist, sie ist irritiert, er meditiert ein wenig und erz&#228;hlt dann mehr; kann nachvollziehen, dass man mit 50 sauer ist, wenn die Tochter vom verhassten Autorenkollegen schwanger wird, freut sich, dass er keine T&#246;chter hat, Publikum ist erheitert; <strong>Spinnen</strong> fragt sich, ob der Text literarisch geschickt ist;<strong> Karin Fleischanderl</strong> ist es zu wenig, dass die schlampigen Verh&#228;ltnisse allein durch die 68er erkl&#228;rt sind; <strong>Herr Mangold</strong> kann keinen literarischen Trick darin erkennen, dass ein Autor einem Text einen historischen Kontext gibt;  <strong>Jandl</strong> m&#246;chte &#252;ber &#8220;das Gertrud&#8221; sprechen, ist ihm nicht ganz geheuer; f&#228;llt diese Figur dem Geschlechterkampf zum Opfer oder nimmt sie einfach nicht dran teil? <strong>Frau Keller</strong> findet den Kontext dezent, <strong>Herr Spinnen</strong> meint, dezent ist f&#252;r Inneneinrichtungen; <strong>Sulzer</strong>: Endlich mal aus weiblicher Sicht &#252;brigens; formal zu holprig, denkt aber, dass der Text durch Lektorat interessant werden k&#246;nnte; die 68er-Diskussion h&#246;rt nicht auf; Jandl findet die Sprache, die die Spie&#223;igkeit beschreibt auch spie&#223;ig und h&#228;tte sich mehr Doppelb&#246;digkeit gew&#252;nscht;</p>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Andrea Winkler</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 13:08:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[  Andrea Winkler: das Portrait beginnt mit Zitat ihrer Geschichte &#8220;Niemand da&#8221;; sie wirkt brav und irgendwie hausfr&#228;ulich; mag Distanz und beobachten; bevorzugt Literatur, die Vieles offen l&#228;sst gegen&#252;ber linear Erz&#228;hltem (das geht mir auch so, aber das kann halt leider fast niemand); Vorgeschlagen von Paul Jandl liest sie jetzt &#8220;Aus dem Gras&#8221; und sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p><strong>Andrea Winkler</strong>: das Portrait beginnt mit Zitat ihrer Geschichte &#8220;Niemand da&#8221;; sie wirkt brav und irgendwie hausfr&#228;ulich; mag Distanz und beobachten; bevorzugt Literatur, die Vieles offen l&#228;sst gegen&#252;ber linear Erz&#228;hltem (das geht mir auch so, aber das kann halt leider fast niemand);</p>
<p>Vorgeschlagen von <strong>Paul Jandl</strong> liest sie jetzt &#8220;Aus dem Gras&#8221; und sie beginnt auch wirklich, indem sie &#8220;Aus dem Gras&#8221; sagt, bisher hat noch keiner seinen Titel gelesen, oder? Habe ja drei verpasst;</p>
<p>Es geht um eine <em>(wirkliche) Hand </em>(die gleich noch viel, viel &#246;fter vorkommen wird) und darum, dass die Ich-Erz&#228;hlerin (scheint ziemlich sicher eine Frau zu sein, denke ich, klingt nicht m&#228;nnlich) den Fu&#223; auf das Gras setzen muss&#8230; schon wieder ein Schiff, aber auch ein Bahnhof aus Str&#228;uchern, hm, hm, hm,&#8230; Es &#8220;rauscht und klopft&#8221; und ich merke, dass ich schon den Faden verloren habe; also f&#252;r Prosa ist das aber sehr &#228;therisch; ne, ich habe es nochmal versucht, auch mit Lesetexthilfe, erfolglos, ich hole jetzt Kaffee;</p>
<p><span id="more-1479"></span></p>
<p>Da w&#252;sste ich nun als Jury gar nicht, was man da &#252;berhaupt dazu sagen k&#246;nnte; nochmaliges Aufwachklatschen des Publikums;</p>
<p><strong>Frau Fleischanderl</strong> wirkt erwartungsfroh und ja, sie legt los: da sei radikale Subjektivit&#228;t, die Autorin dampft die Literatur auf ihr Wesentliches ein, auf die Inszenierung der Sprache&#8230; empfand das als eine Wohltat! Das Ich werde hier nicht vom medialen Get&#246;se &#252;berlagert; wow, ganz ehrlich hatte ich mit eher gegenteiligen Aussagen gerechnet, aber <strong>Frau Fleischanderl</strong> scheint heute ganz klar auf der Suche nach dem, was f&#252;r die Kunst und K&#252;nstlichkeit ist, zu sein;</p>
<p><strong>Herr Mangold</strong> hatte darauf gehofft, als Letzter sprechen zu k&#246;nnen, weil er den Text erkl&#228;rt braucht; vermutet dann, dass man den Text mit sehr gro&#223;en Worten umschreiben kann, ohne ihm n&#228;her zu kommen; <strong>Frau Fe&#223;mann</strong> hat jetzt mal keine handwerklichen Einw&#228;nde, ist aber auch nicht gl&#252;cklich mit dem Text; und ihr steht auch nicht der Sinn danach, eines anderen Menschen narzisstischer Allmachtsphantasie zuzuschauen, eben, eben, vor allem nicht, wenn sie so langweilig ist&#8230; mit mehr Phantasie vielleicht ja&#8230; die Autorin spiele fr&#246;hlich mit den Worten, aber der Leser werde gezwungen, jedem Wort wie ein Tr&#252;ffelschwein hinterher zu schn&#252;ffeln oder so &#8211; sehr gut, <strong>Frau Fre&#223;mann</strong> gewinnt im Laufe der Zeit bei mir deutlich!</p>
<p><strong>Frau Fleischanderl </strong>beklagt  jetzt &#252;berhaupt, dass die Jury vor lauter Suche nach zwischendeutscher Identit&#228;t ganz vergisst, die Kunst in der Sprache und die Musikalit&#228;t zu suchen (und zu besprechen); jetzt <strong>Herr Spinnen</strong>: hat sich ein Computerprogramm vorgestellt, dass die Konstruktion von Nomina und Verben in Musik umwandelt etc. redet &#252;ber &#8220;semantisches Material aus dem Du&#8221;&#8230; ihm ist es nicht gelungen, die anderen, nicht  sprachlich-musikalischen eben zum Text hinzuzuf&#252;gen&#8230; <strong>Jandl</strong>: Nicht-explizit-realistische Texte sind selten im Wettbewerb, da st&#252;rzt er sich jetzt drauf;  der Text sei ein &#8220;Reh in der D&#228;mmerung an einem Abhang der Schl&#228;frigkeit&#8221; &#8211; ja, doch, so habe ich ihn auch gesehen, aber er hat das anders gemeint; <strong>Frau Keller</strong> f&#252;hlt die &#8220;Virtuosit&#228;t des Gewebes, des Geschwebes&#8221;,  dann irgendwas mit Wiederk&#228;uen, wobei ich mir bei diesem Text das Wiederk&#228;uen eher sparen w&#252;rde;</p>
<p><strong>Sulzer</strong>! Ja! Endlich! Keineswegs eine Wohltat zu lesen sei das; ein Schlaflied war das f&#252;r ihn; er zynisiert, dass der Ton ja vielleicht ganz hoch sei und er, <strong>Sulzer</strong>, zu niedrig? W&#252;rde er den Text im Buchladen treffen, w&#252;rde er nach einer Seite aufh&#246;ren; hatte kein Vergn&#252;gen, wollte schon erst gar nichts sagen, weil er beim Lesen zuhause M&#252;he hatte, nicht einzuschlafen; danke Alain! Leider traut er sich aber jetzt nicht wirklich, gemein zu sein, meint das ist alles seine sehr subjektive Empfindung; Publikum klatscht (f&#252;r Sulzers Einsch&#228;tzung), traut sich aber auch nicht recht; <strong>Spinnen</strong> sagt jetzt was f&#252;r die, die mitschreiben (uns?!): es d&#252;rfe nicht der Eindruck entstehen, dass diese literarische Tradition einfach weggeb&#252;rstet wird, gell, schwierige Literatur sei das halt, was die Rezeption angeht, Zeit ist Geld etc.; er hat die Hermetik und die musikalische Selbst&#228;ndigkeit als zu hoch empfunden;</p>
<p><strong>Ijoma Mangold</strong> sagt meiner Meinung nach ganz richtig: der Text wird als Genre verteidigt, nicht als Text! Und dieser Text verschlie&#223;e sich vor einer Angreifbarkeit; Jandl aber m&#246;chte Formen der Kritik finden, die solchen Texten ad&#228;quat werden; <strong><span style="font-weight: normal;">um schneller fertig zu werden unterbricht </span>Frau Stadler<span style="font-weight: normal;"> jetzt </span>Jandl<span style="font-weight: normal;">, als der ein Zitat ank&#252;ndigt, aber wie  nicht anders zu erwarten, verz&#246;gert sie damit nur unn&#246;tig;</span></strong></p>
<p>Puh, vorbei; jetzt DDR-Literaturgespr&#228;ch in der Pause; ich fr&#252;hst&#252;cke.</p></p>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Gregor Sander</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 10:21:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Tag 3: Das Bild stockt, schwarzer Bildschirm, und dann ein Testbild&#8230; das k&#246;nnte dem richtigen Text ein ganz neues Moment verleihen; Isenschmidt wirkt im kurzen Vorgespr&#228;ch mit R&#252;ckblicken auch vers&#246;hnt, allerdings aus anderen Gr&#252;nden als ich; Oh je, da ist Clarissa wieder; Meike wieder wie aus dem Ei gepellt, die anderen wirken schon jetzt leicht verstimmt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tag 3: Das Bild stockt, schwarzer Bildschirm, und dann ein Testbild&#8230; das k&#246;nnte dem richtigen Text ein ganz neues Moment verleihen;</p>
<p><strong>Isenschmidt</strong> wirkt im kurzen Vorgespr&#228;ch mit R&#252;ckblicken auch vers&#246;hnt, allerdings aus anderen Gr&#252;nden als ich;</p>
<p>Oh je, da ist <strong>Clarissa</strong> wieder; <strong>Meike</strong> wieder wie aus dem Ei gepellt, die anderen wirken schon jetzt leicht verstimmt (vielleicht auch nur unausgeschlafen);</p>
<p><strong>Gregor Sanders Portrait</strong>: An wen erinnert der mich denn? Spricht &#252;ber Berlin und seine Ausbildung und zeigt uns seinen Arbeitsweg und Arbeitsplatz, hm&#8230;;</p>
<p>Er liest &#8220;Winterfisch&#8221;</p>
<p><span id="more-1473"></span></p>
<p>Das Publikum ist m&#252;de, ich h&#228;tte auch gerne einen Kaffee;</p>
<p><strong>Sanders</strong> Stimme macht einen recht untypischen Vortrag, kann mich nicht entscheiden, ob das gut oder schlecht ist; Jemand will fischen gehen; Es ist fr&#252;h, Walter ist noch nicht da; &#8220;<span>Die H&#228;user stehen noch dunkel&#8221; &#8211; zuviel f&#252;r mich. Bisher habe ich keine konkreten Einw&#228;nde zum Text, aber das Gef&#252;hl, das alles schon mehrmals gelesen/geh&#246;rt zu haben (weniger die Geschichte, wei&#223; nicht, worum es geht, aber die <em>Ausf&#252;hrung</em> kommt mir extrem nicht-neu vor);</span></p>
<p><span>Den fand ich sch&#246;n: &#8220;</span>F&#252;r einen kurzen Moment m&#246;chte ich in meinem Leben sitzen, in  meiner K&#252;che, und nicht neben Josef Neuer stehen.&#8221;<span> Den gar nicht gut:&#8221;</span>Neuer hat sich jetzt endg&#252;ltig entschieden mich zu duzen und streift das &#8216;Sie&#8217; ab  wie eine zu enge Krawatte.&#8221; Ich stelle jetzt mal das Zitieren ein&#8230; Text endet damit, dass dem Erz&#228;hler die Tr&#228;nen kommen &#8211; nicht gut;</p>
<p>Na, mal sehen:</p>
<p><strong>Sulzer</strong>: sehr sch&#246;n und sehr ruhig; zwei Trennungen im Text; Motive: der Fisch und das Kaninchen, die werden aber auch verzehrt, der Fisch und das Kaninchen&#8230; <strong>Jandl</strong> kommt auf die Krise zu sprechen&#8230;(zieht zwischendurch seinen Kitsch-Vorwurf gegen Jens Petersen zur&#252;ck), sieht hier kleinere verborgene Krisen; findet Text sehr sch&#246;n und stimmungsvoll, g&#246;nnt sich Ruhe (der Text), meint er; <strong>Meike Fe&#223;mann</strong>: findet Text <em>&#8220;handwerklich wahnsinnig schlecht&#8221;</em> erz&#228;hlt; findet viele <em>&#8220;Ungeschicklichkeiten&#8221;</em>, ist nicht zufrieden, <strong>aber</strong>, jetzt wo der Autor gelesen hat, fand sie, hat er funktioniert; komisch, wieso denn? War eher gelangweilt gelesen, fand ich;</p>
<p><strong>Frau Fleischanderl</strong> widerspricht und findet den Text handwerklich sehr gut gemacht (Publikum klatscht, die sind irgendwie immer auf Autoren-Seite, so eine Art Live-Sympathie oder so&#8230;), findet glaubhafte und plausible Figuren und Dramaturgie; die handwerkliche Perfektion kommt ihr fast hermetisch abgeschlossen vor, eine Backform, mit der der Autor viele solche Texte fabrizieren kann; <strong>Frau Fe&#223;mann </strong>wird fuchtelig, zitiert um die handwerkliche Perfektion (die man dem Text nun wirklich nicht zum Vorwurf machen k&#246;nne) zu widerlegen; (w&#228;hrend Frau Fleischanderl im Hintergund ungn&#228;dig dreinblickt);</p>
<p><strong>Herr Mangold</strong> wacht auf und versucht vermittelnd einzuschreiten: er achtet da erst mal gar nicht auf die Form-Seite, sondern auf den Inhalt, redet viel und schnell, die anderen erkennen sein Befriedungsman&#246;ver und wirken nicht lebhaft oder interessiert; <strong>Mangold</strong>: Text f&#252;hrt die Motive gut zusammen, am Ende fehlt ihm aber was, als Begr&#252;ndung f&#228;llt ihm ein, dass sich die gebrochenen Beziehungen nur auf die Ostseite konzentrieren; <strong>Paul Jandl </strong>widerspricht auch ein wenig;</p>
<p>Oh, <strong>Frau Keller </strong>sammelt sich und legt los, die redet immer so getragen, tr&#228;gt aber wohl haupts&#228;chlich zuhause Aufgeschriebenes vor (gut, dann ist sie wenigstens vorbereitet, macht aber einen streberhaften Eindruck); spricht &#252;ber den &#8220;Umschlagplatz&#8221; (Hafen und Text); da gebe es eine gro&#223;e &#8220;Welthaltigkeit&#8221;, aber ihr passt was an der Schreibhaltung nicht; <strong>Spinnen</strong> m&#246;chte lieber auf den Kern zu sprechen kommen; meint das sei ein Text zum &#8220;20. Jubil&#228;um&#8221;; fragt sich aber, ob der Text zu hoch greift damit, der Geschichte gerecht zu werden; meint, es &#8220;knarrt manchmal an den Kanten, wenn zu viel in den Text hineingedr&#228;ngt&#8221; ist, aber da hat er weniger ein Problem als mit dem System &#8220;parabolischer Verweisungen&#8221;, huiuiui,; findet Ende &#8220;schwachen Ausbruch in &#8216;und endlich konnte ich weinen&#8217;&#8221;, das zumindest habe ich auch gesehen; <strong>Frau Stadler</strong> redet schon wieder zu viel, <strong>Frau Keller </strong>m&#246;chte aber lieber direkt auf Herrn Spinnen antworten, als auf Clarissas Frage einzugehen; die scherzt dann auch noch von der Seite, ach je.</p>
<p><strong>Frau Fe&#223;mann</strong> will ausgerechnet das nicht wegstreichen, was <strong>Herr Spinnen</strong> zum Streichen freigegeben hat; Jetzt darf auch Herr Sulzer mal, widerspricht <strong>Herrn Spinnens</strong> Jubil&#228;umsassoziation; Oh, jetzt hat er fast gelacht, der <strong>Alain Claude</strong>, obwohl <strong>Frau Fe&#223;mann</strong> von der Seite kritisch nachgefragt hat; <strong>Mangold</strong> rattert die Konzeption, der Natur als Gegenst&#252;ck zur politischen Geschichte zu sehr; Jury konzentriert sich jetzt ein wenig darauf, ob da jetzt viel, zu viel oder wenig politische Dimension im Text ist; Publikum ist immer noch sehr klatschfreudig gegen&#252;ber Sander&#8230; die wollen doch nur nicht einschlafen!</p></p>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Linda Stift</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 11:13:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Guten Morgen alle miteinander! Bevor sich jemand &#252;ber den ungewohnten Duktus der folgenden Beitr&#228;ge wundern sollte, m&#246;chte ich darauf hinweisen, dass ich lediglich die Vertretung bin, bis Spookey sich ihrer akademischen Verpflichtungen entledigt hat. :) Wetter is heute sonniger, wie es scheint. Isenschmid findet, es kann heute durchaus noch besser werden, versucht das ganze aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Guten Morgen alle miteinander!</strong></p>
<p>Bevor sich jemand &#252;ber den ungewohnten Duktus der folgenden Beitr&#228;ge wundern sollte, m&#246;chte ich darauf hinweisen, dass ich lediglich die Vertretung bin, bis Spookey sich ihrer akademischen Verpflichtungen entledigt hat. :)</p>
<p>Wetter is heute sonniger, wie es scheint. <strong>Isenschmid</strong> findet, es kann heute durchaus noch besser werden, versucht das ganze aber nett zu verpacken. Die Jury hingegen habe sich in ihrer neuen Zusammenstellung bereits gefunden und leiste gute Arbeit.</p>
<p>&#8212;Kaffee ist wirklich was FEINES&#8212;</p>
<p><strong>Jandl</strong> sieht wirklich etwas zerknittert aus, <strong>Spookey</strong> lag mit ihrer Vermutung also wahrscheinlich richtig.</p>
<p>Vorstellung: <strong>Linda Stift</strong>  in einem Irrgarten vermixt gern Lebensl&#228;ufe und mag R&#228;ume. Sie ist ein Vorschlag von <strong>Fr. Fleischanderl</strong>. (Ist nicht &#8220;Stierhunger&#8221; von Fr. Stift?)</p>
<p><span id="more-1426"></span></p>
<p>&#8220;Abort&#8221;, &#8220;Pritsche&#8221;, &#8220;Appell&#8221; und &#8220;urinieren&#8221;. Wortwahl stimmt schon mal. Ein bisschen viel Beschreibung des Prasselger&#228;uschs beim Urinieren vielleicht.</p>
<p>Der Text handelt von der qualvollen Odysse einer Gruppe von Fl&#252;chtlingen, ihren Hoffnungen, Tr&#228;umen und &#196;ngsten.</p>
<p>Anfangs fand ich die stakkatohafte Erz&#228;hlweise spannend, langsam wird&#8217;s aber anstrengend. Liegt wom&#246;glich auch am Vortrag. Die Autorin mag Wiederholungen.</p>
<p><strong>Mangold</strong> findet den Text &#228;rgerlich und erpresserisch. Findet die Mittel unlauter. Erz&#228;hlstrategie fu&#223;e auf dem &#8220;schlechten Allgemeinen&#8221;. Der Leser werde literarisch zwangseingebunden.</p>
<p><strong>Jandl</strong> sieht das anders. Freut sich &#252;ber den Effekt, den der Text bei <strong>Mangold</strong> erzielt. Schluss entt&#228;uscht ihn etwas. Findet die Struktur aber interessant.</p>
<p><strong>Meike Fe&#223;mann</strong> findet, die Autorin mache es sich mit der Wahl des Themas zu einfach. Fl&#252;chtlinge w&#252;rden verallgemeinert. Sie h&#228;tte an der Beschreibung des unterschiedlichen Urinierens bei Mann und Frau merken sollen, dass ihr die Geschichte entglitten sei.</p>
<p><strong>Karin Fleischanderl</strong> klingt vorsichtig positiv. Das &#8220;Wir&#8221; habe etwas Erhabenes und Chorales.</p>
<p>Jetzt wird&#8217;s hei&#223;: <strong>Fr. Fe&#223;mann</strong> findet den Text unglaubw&#252;rdig und wird heftig attackiert.</p>
<p><strong>Burkhard Spinnen</strong> wirft dem Text einen Rettungsring zu. Gro&#223;m&#252;tig. Gibt aber <strong>Hrn. Mangold</strong> im Grunde recht.</p>
<p><strong>Hildegard Keller</strong> gibt sich konziliant. Im Text sei ein Vergemeinschaftungselement sp&#252;rbar. Aber es sei auch eine Mandatsanma&#223;ung enthalten.</p>
<p><strong>Hr. Spinnen</strong> m&#246;chte nochmal nichts hinzuf&#252;gen, aber nat&#252;rlich etwas sagen.</p>
<p><strong>Mangold</strong> mag die klischeehafte Darstellung der westlichen Welt nicht.</p>
<p><strong>Fr. Fleischanderl</strong> verteidigt den Text vor diesem Vorwurf.</p>
<p><strong>Hr. Sulzer</strong> bedauert die Einfallslosigkeit und die inad&#228;quate sprachliche Umsetzung.</p>
<p><strong>Hr. Jandl</strong> schlie&#223;t sich jetzt doch lieber dem Rest an und konstatiert, der Text zerbreche am &#8220;Wir&#8221;. Prophylaktisch setzt er dann noch einen drauf und m&#246;chte dem Text vorwerfen, dass das Thema gar nicht klar werde.</p>
<p><strong>Hr. Sulzer</strong> findet die Angst der Fl&#252;chtlinge komme nicht r&#252;ber.</p>
<p><strong>Fr. Fleischanderl</strong> h&#228;lt das Chorale wieder hoch und wendet ein, dass es sich doch nur um W&#252;nsche handele.</p>
<p><strong>Hr. Spinnen</strong> vermisst eine Gattungsentscheidung.</p>
<p><strong>Fr. Keller</strong> m&#246;chte noch was Positives sagen und lobt den Mut bei der Auswahl des Themas.</p>
<p>Ich fand&#8217;s haupts&#228;chlich gewollt und anstrengend. Zu viele Vereinfachungen, die einen st&#228;ndig zum Widerspruch reizen. Nichts Besonderes.</p></p>
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