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	<title>sehrHner. &#187; Keller</title>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Karl Gustav Ruch</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 11:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vorstellungsvideo: Der schweizer Autor f&#252;hle sich sowohl im Spanischen wie auch im Deutschen zuhause. War fr&#252;her Musiker, studierte dann unter anderem Philosophie und Germanistik. Text: &#8220;Hinter der Wand&#8221; Sowohl der Rhythmus des Textes als auch der melodi&#246;se Vortrag fesseln von Anfang an, wie ich finde. Impressionen aus der Nachbarschaft. Spannende Einblicke in das Leben der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorstellungsvideo: Der schweizer Autor f&#252;hle sich sowohl im Spanischen wie auch im Deutschen zuhause. War fr&#252;her Musiker, studierte dann unter anderem Philosophie und Germanistik.</p>
<p>Text: <strong>&#8220;Hinter der Wand&#8221;</strong></p>
<p>Sowohl der Rhythmus des Textes als auch der melodi&#246;se Vortrag fesseln von Anfang an, wie ich finde.</p>
<p><span id="more-1431"></span></p>
<p>Impressionen aus der Nachbarschaft. Spannende Einblicke in das Leben der Nachbarn des Ich-Erz&#228;hlers. Vornehmlich akustisch und immer fragmentarisch. Lebendig erz&#228;hlt. Einzig die spanische Flucherei k&#246;nnte etwas Abwechslung vertragen. Aber das soll wohl ein Papagei sein. Au&#223;erdem geheimnisvolle Ger&#228;usche aus der Wand, die sich keiner erkl&#228;ren kann. Termiten sollen verantwortlich sein, Rum&#228;nen oder Schwarzafrikaner. Jeder, mit dem der Erz&#228;hler dar&#252;ber zu reden versucht, findet eine andere Erkl&#228;rung. Der Ich-Erz&#228;hler wird langsam paranoid, vermutet einen Gegenlauscher auf der anderen Seite der Wand. Durch die tagebuchartige Konzeption gewinnt die Geschichte an Dichte.</p>
<p><strong>Hr. Sulzer</strong> findet, der Geschichte sei gegen Ende die Luft ausgegangen. Die literarische Aufarbeitung musikalischer Eindr&#252;cke sei nicht gelungen. Seh ich jetzt anders.</p>
<p><strong>Hr. Spinnen</strong> schlie&#223;t sich Hrn. Sulzer an. Wirft dem Autor ein wenig Selbstverliebtheit vor. Vergleicht unentwegt mit <strong>Spitzweg</strong>. Insgesamt nicht gelungen, meint er.</p>
<p><strong>Fr. Fe&#223;mann</strong> fand die Idee hinter der Geschichte gut, die Ausarbeitung dagegen zu schematisch. Nur weil ein Motiv schon dagewesen sei, m&#252;sse eine Wiederholung nicht per se schlecht sein.</p>
<p><strong>Fr. Keller</strong> versucht es wieder vermittelnd. Viel gut, manches schlecht.</p>
<p><strong>Mangold</strong> wird gleich gnadenlos. Die Geschichte sei eine bedeutungslose Zusammenstellung von Klischees und einfach Trivialliteratur.</p>
<p><strong>Jandl</strong> vergleicht den Text mit einer Oper und verteidigt die klischeehafte Ausf&#252;hrung mit dem Verweis auf ihre Funktion.</p>
<p><strong>Spinnen</strong> will jetzt mal nicht spitzfindig werden und wird es dann nat&#252;rlich doch: Nicht jede Ich-Erz&#228;hlung sei eine Rollenprosa.</p>
<p><strong>Fr. Fleischanderl</strong> f&#252;hlt sich in keinster Weise an andere Texte erinnert und fand die Erz&#228;hlung interessant.</p>
<p>F&#252;r mich war die Lesung Karl Gustav Ruchs das vorl&#228;ufige Highlight dieser Veranstaltung. Liebevoll verfasst, mit viel Gef&#252;hl f&#252;r sprachliche Details, einem treibenden Erz&#228;hlrhythmus und einer spannenden Geschichte. Klischees zu vermeiden, w&#228;re im Rahmen dieser Erz&#228;hlung sogar verfehlt gewesen. Es geht um einen allzu neugierigen Ich-Erz&#228;hler, der aus akustischen Fragmenten die vermeintliche Lebenswelt seiner Nachbarn entwirft. Jedes Ger&#228;usch erf&#252;llt eine Funktion und geh&#246;rt zu jemandem. Nur dieses eine Ger&#228;usch&#8230;:)</p>
<p>Mittagspause!</p></p>
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		<title>Bachmannpreis 2009 &#8211; Ralf B&#246;nt</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 11:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vorstellungsvideo Ralf B&#246;nt: Der Autor guckt etwas verzweifelt drein und erz&#228;hlt von seiner fr&#252;heren T&#228;tigkeit als Physiker, sein Verh&#228;ltnis zum Leser und vergleicht sich in diesem Zusammenhang ein bisschen mit Einstein. Text: Novelle &#8220;Fotoeffekt&#8221; Er h&#228;lt sich in seinem Text an die Goldene Regel: Schreibe nur &#252;ber Dinge, die du kennst. Es geht um einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorstellungsvideo <strong>Ralf B&#246;nt</strong>: Der Autor guckt etwas verzweifelt drein und erz&#228;hlt von seiner fr&#252;heren T&#228;tigkeit als Physiker, sein Verh&#228;ltnis zum Leser und vergleicht sich in diesem Zusammenhang ein bisschen mit Einstein.</p>
<p>Text: Novelle <strong>&#8220;Fotoeffekt&#8221;</strong></p>
<p>Er h&#228;lt sich in seinem Text an die Goldene Regel: <em>Schreibe nur &#252;ber Dinge, die du kennst.</em> Es geht um einen Wissenschaftler.</p>
<p><span id="more-1428"></span></p>
<p>Der Tonfall des Autors ist einschl&#228;fernd. Vielleicht langweilt die Geschichte deshalb schon jetzt. Familie Hertz in Hamburg, dazwischen irgendwo Faraday und viel Belangloses. Sodbrennen, Galvanometer: &#8220;Im Kamin knackte ein Holz.&#8221; Wenigstens bricht der Autor an keiner Stelle den Erz&#228;hlstil. Vielleicht muss Winter sein, um diesen Text reizvoll zu finden. Drau&#223;en kalt, nichts zu tun und zuviel &#252;brig vom Tag. Eine Wissenschaftlerbiographie in Ausschnitten; leider ohne H&#246;hepunkte. Naja, die Passagen in denen aus der Sicht der Photonen erz&#228;hlt wird, k&#246;nnen vielleicht als solche gelten.</p>
<p>Der Autor wurde von <strong>Fr. Fe&#223;mann</strong> vorgeschlagen.</p>
<p><strong>Fr. Keller</strong> findet das Ganze kamikazehaft. Die Perspektive, wenn ich das jetzt richtig verstehe.</p>
<p><strong>Hr. Jandl</strong> wei&#223; nicht, was der Text ihm erz&#228;hlen will. Sprachlich findet er den Text inkoh&#228;rent. Zitiert vermeintlich verungl&#252;ckte Passage.</p>
<p><strong>Mangold</strong> wei&#223; nicht, worauf <strong>Jandl</strong> hinaus will.</p>
<p><strong>Fr. Fleischanderl</strong> haut dagegen weiter in die Kerbe und zitiert auch gleich mal munter. Schlampig sei der Text verfasst.</p>
<p><strong>Fr. Fe&#223;mann</strong> beurteilt den Text erwartungsgem&#228;&#223; positiver, verweist auf die erz&#228;hlerische Freiheit des Autors und wird daraufhin von <strong>Fr. Keller</strong> hart angegangen.</p>
<p><strong>Hr. Mangold</strong> findet viele Passagen spannend und gelungen.</p>
<p><strong>Hr. Spinnen</strong> holt aus&#8230;und verliert sich ein bisschen in seiner eigenen Argumentation. Irgendwie wirft er <strong>Hrn. B&#246;nt</strong> vor, dem Leser die Freiheit der eigenen Assoziation vorzuenthalten.</p>
<p><strong>Hr. Sulzer</strong> findet die Geschichte elegant erz&#228;hlt, hat aber nachgerechnet und stellt fest, dass der Autor sich verrechnet haben muss. Faraday m&#252;sse zum Erz&#228;hlzeitpunkt 62 nicht 66 gewesen sein.</p>
<p>Der Autor schaltet sich jetzt selbst ein, entschuldigt sich f&#252;r seine mangelnden Kopfrechenk&#252;nste und erkl&#228;rt uns, was ein &#8220;Phonon&#8221; ist.</p>
<p><em>So weit, so gut.</em></p></p>
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